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Dick gewachsen

Daniel Borgstedt, Marko Steinmeier
  • Schlagzeile: KüchenTreff meldet Zahlen für 2020

Das 25-jährige Bestehen mussten die KüchenTreff-Händler im vergangenen Jahr jeder für sich feiern. Auch der lang geplante Wechsel in der Geschäftsführung von Franz Bahlmann zu Daniel Borgstedt und Marko Steinmeier ging ohne Publikum vonstatten.

 

2020, das erste Corona-Jahr – aber auch das erste Jahr der Kooperation mit dem Küchenring, stellte natürlich auch die Händler des Wildeshausener Verbands vor Herausforderungen. Am Ende des Jahres stand bezogen auf den Umsatz aber ein dickes Plus in den Büchern.

 

Über 18 Prozent legte der KüchenTreff beim Umsatz zu. Die Mitgliederzahl stieg um 56 auf 413, die Zahl der Standorte um 61 auf 464.

 

Über die Besonderheiten ihres Verbands sprechen Daniel Borgstedt und Marko Steinmeier im Video-Interview auf unserer neuen Plattform www.inside-kueche.de.

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Nie wieder Dampflok

Benefit für alle: Ranga Yogeshwar während seiner Keynote
  • Schlagzeile: Die Keynote von Ranga Yogeshwar auf den HettichXperiencedays

Eine Runde durch eine us-amerikanische Supermarktfiliale vom Typ Amazon Go zu Beginn, und gegen Ende ein Hinweis auf San Francisco, der es in sich hatte: Mit seiner Keynote „Nächste Ausfahrt Zukunft“ hat Ranga Yogeshwar die HettichXperiencedays eröffnet, mit denen der Beschlagsriese seit Dienstag am Netz ist. Oberthema der digitalen Veranstaltung: Megatrends von allen Seiten beleuchten. Als solche hatte Hettich Individualisierung, Urbanisierung und New Work ausgewählt.

 

Journalist und Buchautor Yogeshwar stellte Generationen-Fragen und beschrieb, wie disruptiv Technologien sein können. Klar, dass die Digitalisierung ein immer wiederkehrendes Thema des halbstündigen Video-Vortrags war. Der Physiker und Wissenschaftler in ihm zeigte auch: Zukunftserwartungen hängen zu oft an der Gegenwart, in der sie entstehen. Beispiel war eine bemalte Werbekarte aus der Zeit um 1900: Sie zeigt die „Schönwettermaschine im Jahre 2000“, eine Strahlenkanone, die auf die Wolken gerichtet ist. Klar, Megatrend Klima. Dass das Zaubergerät mit Dampf angetrieben wird und auch die Menschen in der Umgebung in Kleidung aus der Entstehungszeit des Bildes abgebildet sind, darauf wollte Yogeshwar hinaus. Extrapolationen, die möglichst korrekte Fortschreibung von Fakten in eine Zukunft, sind halt so: „sehr schwer“, gerade weil sie wichtig sind. Deshalb auch Beispiele des Scheiterns, um selbst möglichst solche Fallen zu meiden.

 

In Hundert-Jahr-Schritten denken: Der 61-jährige Yogeshwar ist Großvater, erwähnt die Generation 2100. Zu der gehört sein Enkel Emil. Sie alle werden den Beginn des nächsten Jahrhunderts erleben – darauf deuten die demografischen Daten hin. Dann die Folie mit vertikal gezogenen Streifen. Links und in der Mitte herrschen Blautöne vor, über ein Weiß mit Bübchenblau geht es in den tiefroten Bereich über, der im rechten Fünftel des Bilds zu sehen ist. Visualisierung von CO2-Daten im Verlauf der letzten etwa 100 Jahre. 

 

Was ist wichtig? Yogeshwar meint, die Klimaprobleme sind das A und O: „Der Klimawandel ist eine globale massive Herausforderung.“ Und, die Probleme so zu lösen, dass weltweit Menschen etwas davon haben. Auch Fragen wie Zugang zu Ressourcen – Wasser-Netz, Strom, Internet-Verbindung – seien global zu behandeln. Es gehe um den Benefit für buchstäblich alle.

 

Wie wird die Digitalisierung verlaufen? Ohne KI geht nix, kann man Yogeshwar zusammenfassen. Hinzu kämen strukturelle Veränderungen. Yogeshwar: „Der Zugang zu Informationen könnte deutlich mehr über Video oder die gesprochene Sprache gehen. Man kann da durchaus an eine Post-Text-Gesellschaft denken.“

 

Puh, nie wieder Buchstaben? Das saß. Und doch: Man kann Yogeshwars Zukunftsentwurf vielleicht – in seinen Worten – so am besten zusammenfassen: „Ich glaube an eine bessere Welt.“

 

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Blick auf den Herbst

  • Schlagzeile: Michael Rambach im Interview auf INSIDE Küche

Messemacher werden in diesen Zeiten der Pandemie auf eine besonders harte Probe gestellt. Die Inzidenzwerte steigen aktuell weiter und weiter und nicht wenige in der Branche setzen hinter die kommenden Messetermine im Herbst gedanklich ein dickes Fragezeichen. Um es kurz zu sagen: Die Lage ist verzwickt.

 

Das ist die eine Seite. Die andere sieht so aus: Der Wunsch nach Messen und Events war selten so groß wie jetzt. Das spürt auch Michael Rambach, der vor gut einem Jahrzehnt die Area30 in Ostwestfalen aus der Taufe gehoben hat. Die Buchungslage für die Area30 im kommenden Herbst stimmt mit knapp über 90 Prozent schon mal optimistisch. Und einige bekannte Namen haben zugesagt: Amica, Naber, Bora, Hansgrohe, Systemceram, Novy, Gutmann, SHD, Lechner, Compusoft, Beckermann, Falmec, Elica, um nur Beispiele zu nennen.

 

Dafür, dass die Messe stattfindet, hat sich das Münchner Messeteam einiges einfallen lassen. „Sicher wohlfühlen“ sollen sich die Besucher, betont Rambach im Interview mit INSIDE Küche. Das temporäre Messenhallensystem der Area30 scheint wie für Pandemie-Zeiten gemacht, erlaubt es doch, die Dimensionen anzupassen, Freiflächen zu lassen, um die Abstände zu vergrößern, und eine intensive Be- und Entlüftung zu installieren. Zudem lassen sich Zu- und Ausgänge erweitern, um auch dort genug Platz zu lassen. Und dann soll auch noch – zusammen mit anderen Messezentren – ein Schnelltest-Cluster auf die Beine gestellt werden.

 

Dass kurz nach der Area30 die in den Herbst verschobene Küchenwohntrends in Salzburg über die Bühne gehen soll, bringt noch mal mehr Bewegung in die zweite Jahreshälfte. Für das Trendfairs-Team sicher ein Kraftakt. Aber wie Rambach im Interview sagt: „Das ganze Team ist heiß darauf, Messen zu machen.“ Auch für Salzburg sollen übrigens schon so ziemlich alle namhaften Aussteller zugesagt haben.

 

Wer es genau wissen will und zum Beispiel erfahren möchte, wie das Trendfairs-Team Online- und Offline-Messe verbinden will, sollte sich das INISDE-Küche-Interview natürlich mal im Ganzen ansehen. Dorthin geht`s ganz einfach. Einfach hier klicken.

 

 

 

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Nach Klage in Frankfurt

Lang ist's her: Eröffnung des Grillfürst-Megastore in Bad Hersfeld
  • Schlagzeile: Grillfürst darf Filiale Gründau öffnen

Sieben Grillfürst-Filialen gibt es. Und jede Menge Corona-Verordnungen. Je nach Bundesland sind die „Click-and-Meet“-Bestimmungen unterschiedlich. Vor mindestens sechs Gerichten hat Outdoor-Küchenfachhändler Grillfürst mit Firmensitz in Petersberg (und Megastore in Bad Hersfeld) gegen die zugrunde liegenden Landesverordnungen Rechtsmittel eingelegt. Einen ersten Teilsieg hat Grillfürst errungen: vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt/Main nämlich. Damit darf die Filiale im hessischen Gründau („Die Gemeinde im Grünen“) wieder öffnen. Ab sofort. Und: Ohne jede Anmeldung können Kunden wieder einkaufen.

 

Die seit letzter Woche geltenden Ausnahmeregelungen für den Handel sind aber bei Grillfürst nach wie vor Thema rechtlicher Auseinandersetzung. Die Klinge führt Geschäftsführer Joachim Weber, der Fachhändler jeder Art durch aktuelle Regeln deutlich benachteiligt sieht. Allein in Hessen hat der Outdoor-Händler drei weitere Gerichte angerufen, klagt vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel und vor den Verwaltungsgerichten Gießen und Kassel. Hinzu kommen Verfahren in Nordrhein-Westfalen, nämlich eines vor dessen OVG in Münster sowie eines vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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Ganz langsamer Übergang

  • Schlagzeile: Der Nachfolger für Jürgen Merkelbach steht fest

Am 28. Juni wird Jürgen Merkelbach 65 Jahre alt. Und nach drei Jahren unter Wiemann-Regie in Oelde wird für Merkelbach, eine der unbestritten ganz großen Vertriebsraketen im Möbelmarkt, noch nicht Schluss sein. 

 

Merkelbach wird ein Jahr lang seinen Nachfolger als Gesamtvertriebsleiter bei Loddenkemper/Femira einarbeiten. Der tritt nun zum 1. April an. Der Name ist eine kleine Überraschung, denn der neue Loddenkemper-Femira-Vertriebschef war zuletzt ein paar Jahre nicht mehr im klassischen Möbelvertrieb aktiv, sondern Einkäufer Matratzen und Betten bei der Baumarktkette Hammer: Olaf Hinske.

 

Hinske, einst Mondial, Disselkamp, Wackenhut und Panthel, wird also in große Schuhe steigen als Merkelbach-Nachfolger in Oelde. Der Name Hinske ist in diesen Tagen beim INSIDE durchgesickert. Auf Nachfrage sagt Merkelbach: „Mir ist es ein Herzensanliegen, den Übergang bestmöglich zu begleiten. Wir haben hier in den vergangenen drei Jahren mit der Integration bei Wiemann viel geschafft. Ich werde alles dafür tun, dass es genau so gut weitergeht.“

 

In der Tat ist es zuletzt um die einstige Tochter der Hüls-Gruppe auf positive Art und Weise ruhig geworden. Die Sanierung unter dem Oeseder-Dach schreitet voran. Wiemann-Stratege Helmut Kriege und seine Loddenkemper-Geschäftsführer Waldemar Bauer und Jörg Lührmann kommen offenbar voran. Ihr Gesamtvertriebsleiter Merkelbach (Geschäftsführer war Merkelbach nicht mehr zuletzt) arbeitete an der Front – und stabilisierte die Lage.

 

Nun wird Merkelbach, seit 26 Jahren bei Femira (davor bei Franz groß geworden und kurz bei Möbel Wössner in Stuttgart) in der Übergangsphase eine Doppelspitze mit Hinske bei Loddenkemper/Femira bilden. Die Vertriebsleiter Sebastian Schulte und Susanne Kühling bleiben unverändert an Bord. Ihr Pendant bei Femira, Dorothee Flay, wird bald aus der Elternzeit zurückerwartet.

 

Merkelbachs selbst hat seinen Vertrag mit Wiemann-Boss Markus Wiemann zuletzt bis zum 1.5.2022 verlängert. Einst beerbte Merkelbach den ewigen Femira-Vertriebschef Herbert Frien, machte so ziemlich alle Tiefen und Höhen bei Femira mit und setzte als einer der ersten hier im Land so richtig auf Boxspring. Teil der Möbel-Franz-Legende, heute Loddenkemper-Legende: Ab Mai 2022 ist mit Wiemann eine beratende Tätigkeit vereinbart. Aufhören wird Merkelbach auch mit 66 Jahren nicht.

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Nachfolgerin für Silke Giessler

  • Schlagzeile: Liebherr hat Communication & Brand Management neu besetzt

Bei Liebherr-Hausgeräte gibt es in der Abteilung Communication & Brand Management wieder einen Wechsel. Kurzer Rückblick: Silke Giessler hatte Ende des letzten Jahres Liebherr wieder verlassen, nachdem sie für rund ein Jahr den Bereich Communication & Brand Management unter ihre Fittiche genommen hatte. Zwischenzeitlich übernahm Geschäftsführer Steffen Nagel die Aufgaben.

 

Für Giessler ist seit März nun Viola Linke am Start. Die 54-Jährige war zuvor bei der WMF Group GmbH beschäftigt und verantwortete dort seit 2017 die Bereiche globales Brand Management, Produktmarketing sowie das digitale Marketing der Premium-Marke WMF, Schaerer und Curtis für professionelle Kaffeemaschinen. Davor hat sie Erfahrung unter anderem auch in der Europazentrale der Whirlpool Corporation sammeln können - mit Fokus auf die Marken Bauknecht und KitchenAid sowie die Bauknecht Hausgeräte GmbH.

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Draußen Kochen mit Miele

  • Schlagzeile: E-Gerätehersteller steigt bei Outdoor-Cooking-Start-up ein

Draußen Kochen liegt im Trend. Der Markt ist groß, Anbieter gibt es einige. Näher befasst hat sich mit dem Thema Outdoor-Küchen kürzlich unser Kollege Nikolaj Wulff im Podcast auf www.inside-kueche.de.

 

Das Potenzial, das im Outdoor-Bereich steckt, hat auch der Geräte-Riese Miele erkannt und sich mit 75,1 Prozent bei dem 2015 gegründeten Düsseldorfer Grillanbieter Otto Wilde Grillers eingekauft, der auf Grillen mit Gas spezialisiert ist.

 

Namensgeber und technischer Kopf ist laut der gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen der Bergbau-Ingenieur und Ex-CEO einer Maschinenfabrik Ulrich Otto Wilde, der das Start-up mit Sohn Nils, Schwiegertochter Julia und Alexander Luik gemeinsam aufgebaut hat.

 

Zu den innovativsten Produkten von Otto Wilde zählt der Oberhitzegrill O.F.B., mit stufenlos regelbaren Temperaturen bis zu 900 Grad C. Auch einen Gasgrill, der sich mit entsprechenden Modulen zur Outdoor-Küche erweitern lässt, hat Otto Wilde im Programm. Das Unternehmen hat aktuell 30 Mitarbeiter. Die Fertigung findet bei Partnerunternehmen in Deutschland und China statt.

 

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Von März bis Mai

  • Schlagzeile: Walter Knoll geht auf Tour

Mit einem „mobilen Touchpoint“ geht Premiumhersteller Walter Knoll jetzt auf Roadshow: Ein Truck wird durch den DACH-Raum fahren sowie in den Benelux-Ländern von März bis Mai unterwegs sein. Im Gepäck hat der mobile Showroom Highlights aus dem aktuellen Programm. Damit werden die Herrenberger auch in diesem Jahr Präsenz zeigen. Das 16 m lange und 3,5 m breite Gefährt ist mit allem ausgestattet, was ein „mobiler Touchpoint“ so braucht – ausfahrbarer, überdachter Pavillon inklusive. Selbstredend existiert für die große Vertriebstour ein eigenes Hygienekonzept.

 

Tour-Tagebuch wird übrigens auch geführt, unter dem Hashtag #walterknollontheroad via Social Media verteilt. Die Tour beginnt jetzt  und führt bis weit in den Mai. Mehr als 60 Tour-Stopps sind geplant, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden, jeweils direkt vor Ort bei Walter-Knoll-Partnern. Pandemiebedingte Einschränkung: „Aufgrund der aktuellen Situation ist es nur möglich Einzeltermine zu vereinbaren. Die Aktion ist auf unsere Retail- & Contract-Partner zugeschnitten.“

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Neue Aktivitäten

Schattdecor Vorstand: Claudia Küchen und Frank Schumacher
  • Schlagzeile: Digitale Interzum und mehr: Schattdecor in Bewegung

Oberflächenspezialist Schattdecor nimmt als Aussteller an der digitalen Interzum @home Anfang Mai teil. Claudia Küchen, im Schattdecor-Vorstand für Design und Marketing zuständig, lässt sich so zitieren: „Wir möchten das digitale Angebot der Interzum nutzen, um mit unseren Kunden auch online in Kontakt zu treten und unsere neue Dekorkollektion samt Trendkonzept zu bewerben. Darüber hinaus werden wir eigene digitale und mobile Konzepte präsentieren, an deren Umsetzung wir aktuell arbeiten.“

 

Schattdecor glaube „an die Bedeutung des internationalen Branchentreffs – auch rein digital.“ Mit der Messeteilnahme wolle man das noch einmal unterstreichen, heißt es. Für 2023 stehe die herkömmliche Messe an. In diesem Jahr will Schattdecor die digitale Messe ebenso nutzen, wie weitere Aktivitäten im Netz starten.

 

Man sei, so Küchen weiter, „gespannt, welchen Traffic und welche Anziehungskraft eine digitale Interzum im Vergleich zu vorangegangenen Ausgaben bieten kann. Dennoch ist jetzt die Zeit, in der wir risikobereit bleiben müssen, auch wenn sich das rein digitale Format erst etablieren muss. Nach der heißen Phase werden wir sehen, wie sie von Ausstellern und Besuchern angenommen werden wird.“

 

Intern arbeite Schattdecor an einer Strategie für den digitalen Unternehmensauftritt. Demnach geplant: „Launch eines eigenen digitalen Eventbereichs, der zur Vermarktung von Kollektionen und Kampagnen und zur Interaktion mit Kunden auf der ganzen Welt genutzt werden kann“. Zum Halbjahr solle das Projekt abgeschlossen und in die neue Firmen-Website integriert sein. Küchen weiter: „Im Anschluss an die Interzum werden wir auf unserer neuen Website eine Landingpage mit spannenden digitalen Visualisierungen veröffentlichen, anhand derer wir unser neues Trendkonzept und unsere Dekorkollektion in vollem Umfang präsentieren. Zudem bereiten wir uns auf ein eigenes, gruppenweites digitales Event im Herbst vor. Aber bevor es so weit ist, sind wir sehr gespannt, wie sich das rein digitale Messenetzwerken bei der interzum @home anfühlen wird.“

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Küchen Areal weit überm Schnitt

Garant-Geschäftsführer Jens Hölper, Torsten Goldbecker
  • Schlagzeile: Garant hat 2020 ordentlich zugelegt

Mit einem amtlichen Plus von 15,5 Prozent haben die Garant-Mitglieder das Jahr 2020 abgeschlossen. Sowohl Wohnen und Schlafen als auch Küche und der SHK-Bereich konnten dabei draufsatteln, wobei Küche der absolute Gewinner war. Der Bereich Küchen Areal hat um satte 19,4 Prozent zugelegt. Im Geschäftsfeld Wohnen und Schlafen, das um 11,9 Prozent gewachsen ist, haben Betten und Polstermöbel besonders gut abgeschnitten. Die SHK-Schiene Garant Bad + Haus kam auf +7,7 Prozent.

 

Neben dem Hype ums Möblieren und Wohnen, von dem im vergangenen Jahr die gesamte Branche profitierte, hat man bei Garant zusätzlich eine klar erkennbare Tendenz zum spezialisierten Fachhandel ausgemacht. „Der Endkunde schätzt die persönliche Beratung und Servicekompetenz sowie die Qualität, Wertigkeit und Individualität der Sortimente im Fachhandel“, meint Geschäftsführer Torsten Goldbecker.

 

Das Plus im Jahr 2020 war das siebte in Folge. In Rheda-Wiedenbrück hat man für den Zeitraum der letzten sieben Jahre ein Wachstum von über 50 Prozent zusammen gezählt. Auch 2021 ist gut angelaufen, was angesichts der zunächst geschlossenen Geschäfte natürlich vor allem auf das Auftragspolster aus dem letzten Jahr zurückzuführen war. Mit Neuaufträgen tat sich der Küchenhandel deutlich leichter als Anbieter anderer Möbel-Warengruppen. So gut wie gar nicht betroffen vom erneuten Lockdown zeigte sich das Segment Bad + Haus. Per Ende Februar lag die Gruppe beim ZR-Umsatz um 11 Prozent über Vorjahr.

 

Geschäftsführer Jens Hölper: „Ungeachtet des zunächst auf dem Papier (noch) guten Jahresstarts bleiben wir jedoch natürlich in unserem Ausblick für das Gesamtjahr 2021 realistisch und sind uns im Klaren darüber, dass der Lockdown mit einigen Monaten Verzögerung seine Spuren in den fakturierten Umsätzen hinterlassen wird.“ Ob das entstandene Auftragsloch so schnell wieder aufzuholen ist wie nach dem Frühjahr 2020, sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund fraglich, dass zum Jahresende hin die Kapazitäten in Produktion und Montage knapp werden dürften. Auch im Hinblick auf die Verbraucherstimmung  rechnet Hölper mit einem negativen Effekt. Dennoch glaubt man daran, dass sich der Fachhandel auch 2021 besser behaupten wird als der Gesamtmarkt.

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Primär digitalstationär

  • Schlagzeile: Smow wächst

Im April verliert Konstanz wieder ein Möbelgeschäft – wieder eines mit Geschichte. 140 Jahre lang hat der Familienbetrieb Wohnform die Region Hochrhein-Bodensee mit neuen Einrichtungsideen versorgt. Aber dafür kommt auch etwas Neues. Die Wohnform-Inhaberin Jeannine Schmidt (59) hat ihr Unternehmen an Bernd Hauser und Michael Klausmann verkauft. Beide betreiben seit vier Jahren bereits in Villingen und Freiburg je einen Smow-Laden. Jetzt öffnen sie in Konstanz ihren dritten. Leiterin von Smow Konstanz wird Christiane Schmidt-Neubig, die Schwester von Jeannine Schmidt.

 

Die Zeichen stehen also auf Kontinuität – auch bei Smow, das, zwar vergleichbar mit einem Franchise-System, stark auf die Individualität und das persönliche Engagement der Shop-Betreiber setzt. Die Zahl der Smow-Filialen wächst von Jahr zu Jahr. Mittlerweile sind bundesweit zwölf am Netz – in Berlin, Hamburg, München (INSIDE 1021), Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Leipzig, Chemnitz, Kempten und eben auch in Villingen und Freiburg. 2017 waren es noch neun. Zu finden sind dort Möbel von Marken wie Vitra, USM, Richard Lampert, Thonet, Knoll, Nils Holger Moormann, Kartell, Fritz Hansen, Cassina, Hay, Louis Poulsen oder Muuto.

 

Und auch sonst geht es bergauf. Der Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man mit Smow-Chef und -Gründer Michael Petersen spricht. 150 Mitarbeiter zählt das Smow-Netzwerk insgesamt (2017: 75). Und gut 50 Mio Euro Umsatz bringt Smow mittlerweile auf die Waage. Dabei kommt der Großteil aus dem Offline-Geschäft durch den direkten Kontakt mit dem Kunden und weniger durch die Smow-Online-Plattform, die das Geschäft der Filialen begleitet. Aber eigentlich kann man das gar nicht trennen, meint Petersen. „Ein Online-Kunde ist für uns oft ein Kunde, den wir online erreichen und in die Geschäfte vor Ort führen können“, sagt Petersen. Am Ende ist es nur eine Frage, wo die Rechnung gestellt wird. So gesehen liegt der Umsatzanteil für die Geschäfte bei rund 70 Prozent, der Umsatzanteil des Online-Shops bei rund 30 Prozent. Im Corona-Jahr 2020 konnte der Online-Shop allerdings überdurchschnittlich um rund 70 Prozent zulegen, die Geschäfte trotz Lockdown-Phasen im Durchschnitt zweistellig.

 

„Nachhaltige Kundenbeziehungen kann man nur vor Ort aufbauen“, sagt Petersen. „Der Online-Kanal dient vielen Kunden nur der Informationsgewinnung, die Kaufentscheidung wird meist erst im Laden gefällt.“ Dabei bietet der Online-Shop von Smow Konfiguratoren, mit denen man zu Hause in Ruhe austesten kann, wie sich bei den jeweiligen Möbelstücken welches Feature auf den Preis auswirkt. Petersen sieht die Konfiguratoren allerdings nur als Einstieg für die Kunden – zumal man ja schon einen kalibrierten Monitor bräuchte, um Farben von Stoffen richtig zu sehen. Im Laden erst, so Petersen, erkennt der Kunde die ganze Vielfalt der Möglichkeiten – und auch, wie er preislich nach unten oder auch nach oben gehen kann, wenn er beispielsweise neue Produktdetails entdeckt.

 

Dass Petersen noch Potenzial für Smow sieht, hält er kaum zurück. Neue Pläne liegen schon in der Schublade. Aktuell möchte er noch mehr abseits der großen Metropolen, wo Smow bereits gut vertreten ist, nach Optionen suchen. Und auch das Ausland rückt verstärkt in den Fokus. „Was das benachbarte Ausland angeht, sind wir bereits mit Partnern im Gespräch“, sagt Petersen. Konkret sieht Petersen vor allem Chancen in Frankreich, Benelux, Skandinavien und vor allem in der Schweiz.

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Von der Großfläche zum Studio-Inhaber

  • Schlagzeile: Marquardt Mannheim: „Wir rocken das Ding“

Während des INSIDE-Interviews Mitte Februar sitzt Eric Wörner im geschlossenen Showroom, in dem er seit dem 1.2. der Hausherr ist. Zur Übernahme kam es mitten im Lockdown. Kalte Füße hatte Wörner aber nicht, sagt er. „Gerade bringen wir unsere eigene Note in die Ausstellung. Das Geschäft läuft weiter. Bei geschlossenen Türen“, sagt Wörner. Hauptsächlich über Planungstermine, die online oder bei den Kunden zu Hause stattfinden. „Das funktioniert.“

 

Die Entscheidung, sich mit einem Marquardt-Werksstudio selbstständig zu machen, hat Wörner im letzten Herbst getroffen. Die letzten Jahre hat er als Hausleiter für Großflächenanbieter wie XXXLutz/Mann Mobilia oder Hofmeister verbracht. Als den Küchenexperten sieht er sich eigentlich nicht. Das Know-how bringt sein Sohn Yanick Wörner, 27, ins Unternehmen ein, der „Küche gelernt“ hat - bei Mann Mobilia in Karlsruhe und bei der Kreis-Franchiseschiene Varia in Leonberg.

 

Die komplette Geschichte gibt es auf unserem neuen Portal INSIDE Küche zu lesen, flankiert von einem kurzen Video-Interview mit Eric und Yanik Wörner.

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