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In zwei Jahren auch noch ein Baumarkt

  • Schlagzeile: Otto wächst rasant und baut weiter aus

Zum elften Mal in Folge stieg bei der Einzelgesellschaft Otto der Umsatz. Jetzt gaben die Hamburger die Zahlen für das Geschäftsjahr 2020/2021 bekannt. Für Otto- und Marketing-Bereichsvorstand Marc Opelt und dessen Team eine großer Erfolg: Um satte 30 Prozent stieg der Umsatz demnach auf 4,5 Mrd Euro – etwa 1 Mrd Euro mehr als im Vergleichszeitraum. Auch der Traffic im Onlineshop ist sprunghaft angewachsen, um satte 40 Prozent. Die Traumzahlen werden nur noch übertroffen von den 50 Prozent Umsatzsteigerung, die Otto im Jahr 2020 mit Möbeln erzielt hat, wie INSIDE Ende Februar exklusiv berichtete (INSIDE 1107, online an dieser Stelle nachzulesen). Auch die Anzahl der Kunden stieg: von 7 Millionen im Vorjahr um 30 Prozent auf 10 Millionen. 

 

Teil der Erfolgsgeschichte: Das Vorantreiben der Plattform (automatisierte Anbindung seit 2020), auf der man natürlich die Anzahl der bislang 1.000 Partner erhöhen möchte. Weiterer passender Baustein ist der Aufbau eines Payment-Dienstleisters. Dazu hatten sich die Hamburger noch 2019 Mirko Krauel als Head of Payment ins Boot geholt. Wie üblich, prüft derzeit die BaFin. Ab der zweiten Hälfte 2022 will man dann mit einem 150 Mitarbeitenden starken Team starten. „Die gesamte Zahlungsabwicklung für Händler und Marktplatzpartner inklusive vieler Möglichkeiten zum flexiblen Rechnungs- und Ratenkauf soll perspektivisch einheitlich über den Payment-Dienstleister gesteuert werden“, funkt Otto nun durch. Endkunden „erhalten zukünftig beim Checkout nur eine Rechnung, unabhängig davon, ob sie ein Produkt von Otto direkt oder bei einem Händler oder Marktplatzpartner erworben haben“, heißt es weiter.

 

Neben Möbeln hat sich Otto auch in verwandten Bereichen ein großes Produktportfolio aufgebaut, besonders mit Baumarkt-Artikeln. Im März letzten Jahres integrierte Otto die bis dahin mit Hagebau/Baumarkt Direkt als Joint Venture betriebenen Geschäfte mit DIY-Sortimenten rund um Renovierung und Gartenbau. Dadurch wurde dieser Sortimentsbereich stark vergrößert. „Aktuell sind über 150.000 ‚Heimwerker*innen‘-Artikel online verfügbar“, heißt es. Innerhalb der kommenden zwei Jahre solle „das komplette Sortiment eines großen, stationären Baumarktes zur Verfügung stehen“.

 

 

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Nachfolge steht 2

Nach fünf Jahren als Geschäftsführer der Warendorf Küchenfabrik GmbH wird Stefan Hofemeier das Unternehmen zum 30.4 „auf eigenen Wunsch verlassen, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen“, so der Hersteller. Nachfolger von Hofemeier: Ralph Kobsik, der ab 1.4. an Bord sein wird. Ex-BSH- und V-Zug-Mann Kobsik war zuletzt als Executive Vice President und Leiter Zentraleuropa bei der Nobia-Gruppe u.a. für Ewe Küchen in Österreich und Bribus Küchen in den Niederlanden verantwortlich. Im vergangenen Sommer war für Kobsik bei Ewe Schluss.

 

Der langjährige Störmer-Mann Hofemeier kam 2016 nach Warendorf. Daniel Onggowinarso, Vertrauter der asiatischen Inhaber, lässt sich so zitieren: „Wir bedauern das Ausscheiden von Stefan Hofemeier sehr und sprechen ihm höchste Anerkennung und Dank für seinen großen Einsatz für das Unternehmen aus. Aufgrund seiner hohen Fach- und Führungskompetenz hat er das Unternehmen und die Mitarbeiter auch in schwierigen Zeiten sehr erfolgreich geleitet.“

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Nach Vertriebsbereichen

  • Schlagzeile: Smeg ordnet Vertriebsstruktur um

Statt regionaler Zuständigkeiten gibt sich der italienische Hausgerätehersteller in Deutschland sowie Österreich ab März eine nach Vertriebskanälen gegliederte Struktur. Ein Vertriebsteam betreut ausschließlich Küchenspezialisten und Möbelhäuser: An dessen Spitze steht Karsten Schönfeld als Vertriebsleiter Küchen-/Möbelfachhandel, bisher als Key Account Manager bereits auf die Fachhandelssparte spezialisiert. 

 

Für das Segment Elektrofachhandel bleibt Robert Tsanakaliotis als Vertriebsleiter verantwortlich. Zusammen mit seinem Team berät und unterstützt er zum einen Fachgeschäfte für Elektrogeräte sowie Haushaltswaren. Aber auch Kaufhäuser und Anbieter im E-Commerce fallen in seinen Zuständigkeitsbereich. 

 

Beide Manager berichten direkt an den Geschäftsführer von Smeg Deutschland, Olaf Nedorn. Das Corona-Jahr 2020 hat das Familienunternehmen nach eigenen Angaben „mit einem starken Plus“ abgeschlossen.

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Für 4,4 Mrd Euro

  • Schlagzeile: Philips verkauft Haushaltsgerätesparte

Der niederländische Konzern Philips verkauft seine komplette Haushaltsgerätesparte an Hillhouse Capital aus Hong Kong, das größte Private-Equity-Haus Asiens. Nach Firmenangaben ist die Transaktion 3,7 Mrd. Euro schwer, zuzüglich Lizenzzahlungen für 15 Jahre in Höhe von 0,7 Mrd Euro. Mach insgesamt 4,4 Mrd Euro.

Mit dem Verkauf will Philips zum reinen Anbieter für Medizintechnik, sowie, im B-to-C-Bereich, für Hygieneprodukte werden. Nach Abzug der Kosten sollen etwa 3 Mrd Euro in die Kasse fließen. Der Deal soll im dritten Quartal abgeschlossen sein. Die Haushaltsgerätesparte der Niederländer setzte zuletzt etwa 2,2 Mrd Euro um. Bereits in der Vergangenheit waren Geschäftsbereiche wie TV oder Leuchtmittel aus dem Konzern herausgelöst worden.

 

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Das große Schieben 1

Viele Frühjahrs-Termine werden gerade abgesagt. Und viele werden verschoben: Auch die Interior Days OWL, von Scholtissek und Werther angestoßen und eigentlich für die Woche vom 15. bis zum 20. April geplant, gehen nun ein paar Tage nach hinten. 13 Hersteller und Marken sind dabei: u.a. Sudbrock, Violetta, Interlübke, Bielefelder Werkstätten, WK Wohnen.

 

Auch Musterring hat reagiert: Bis zum 18. April wurde bekanntlich der Lockdown verlängert. Die Musterring- und WK-Partnertage gehen nun um eine Woche nach hinten. Der neue Starttermin ist der 25. April.

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Entscheidung bis zum 29. März

  • Schlagzeile: Möbel Rogg gewinnt vor Gericht - Folgen bleiben offen

Wie einige Begros-Kollegen hat auch Möbel Rogg per Eilantrag gegen bestimmte Beschränkungen durch die Corona-Verordnung geklagt. Und gestern zum Teil Recht bekommen. Ob das Folgen für die künftige Öffnung hat, ist unterdessen noch unklar.

 

Laut einer Mitteilung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim hat der Senat den §1c Absatz 2 der baden-württembergischen Verordnung vorläufig außer Kraft gesetzt. Und zwar nicht, weil Frequenzbeschränkungen oder Terminvergabe nicht zumutbar wären, sondern weil die Richter den Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt sahen - wie kürzlich schon das OVG in Münster für die Landesverorodnung in NRW. Es fehle ein sachlicher Grund dafür, dass der Buchhandel, der wie der Möbelhandel nicht zur Grundversorgung gehöre, unbegrenzt öffnen dürfe, während das dem Möbelhändler nicht erlaubt sei. Laut Schwarzwälder Bote handelt es sich bei „dem Möbelhändler“ um Möbel Rogg in Balingen.

 

Bevor nun alle Tore geöffnet werden, hat die Landesregierung die Möglichkeit bekommen, die Verordnung abzuändern. Die Außervollzugsetzung erfolgt erst zum 29.3.. Möglich wäre nun eine Aufhebung der Beschränkungen im betroffenen Einzelhandel oder – das ist wahrscheinlicher – eine Verschärfung für den Buchhandel. Auch hier wäre Nordrhein-Westfalen ein entsprechendes Beispiel; dort wurde die vom Münsteraner Gericht kassierte Verordnung nachträglich verschärft.

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Paket komplett

  • Schlagzeile: Alliance-Händler übernimmt zwei Roller-Märkte

Bei seiner Ende November veröffentlichten Entscheidung zum Einstieg der Lutz-Gruppe bei den Tessnerschen Möbelaktivitäten, hatte das Bundeskartellamt zur Auflage gemacht, dass 23 Tessner-Standorte an strategische Investoren verkauft werden müssen. 21 Häuser hat sich Mitte Januar Familie Föst über ihre Opti-Wohnwelt gesichert. Nicht im Paket waren die Roller-Märkte in Schwedt/Brandenburg und Bad Neustadt an der Saale, wo jeweils ein Opti ums Eck ist.

 

Hier haben nun Ralf Hensgens und Norbert Sühs zugeschlagen, Inhaber des Alliance-Händlers Möbel-SB-Halle GmbH. Ab dem 15.4. gehören die beiden je 10.000 qm großen Standorte dann zu Alliance. Seinen Stammsitz hat das 1990 gegründete Unternehmen in Zeulenroda und betreibt weitere Filialen in Döbeln, Mittweida, Reichenbach, Hof und Kulmbach.

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Dreistellige Millionen-Investition

  • Schlagzeile: Krieger kauft Kaufpark

Nach einigem Hin und Her hat sich Kurt Krieger entschieden und am 22.3. das Einkaufszentrum Kaufpark in Dresden-Nickern erworben. Insgesamt sollen 260 Mio Euro investiert werden. Bei dem Projekt, das im Bauausschuss der Stadt Dresden breit diskutiert worden war, werden Abriss und Neubau in zwei getrennten Bauabschnitten umgesetzt. Mit ersten Arbeiten soll noch im Sommer begonnen werden. Etwa ein Jahr später – also im Sommer 2023 – beginnen erste Neubauarbeiten. Die Pläne wurde nun gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt vorgestellt.

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Keine Partnertage

  • Schlagzeile: Auch in Bad Salzuflen wird der Mai-Termin abgeblasen

Eine Video-Schalte, ein klares Ergebnis: Nach der Absage der Frühjahrs-Partnertage in Oberfranken haben auch die Veranstalter der Partnertage Ostwestfalen einen Schnitt gemacht. Meldung aus OWL am Donnerstagvormittag: „2021 ist alles anders. Die Partnertage Ostwestfalen werden dieses Jahr nicht stattfinden. Diese Entscheidung erfolgte im Einvernehmen von Industrie und Handel angesichts der aktuellen politischen Beschlusslage." Die Diskussion sei leidenschaftlich und beherzt geführt - und die Entscheidung nicht ohne vorherige Rücksprache mit den Einkäufern aus dem Mitnahme- und SB-Segment sowie für die konsumigen Preislagen der konventionellen Vermarktungsschienen getroffen worden. 

 

Rund 100 Aussteller wären eigentlich Anfang Mai dabei gewesen. Der Termin wird ersatzlos gestrichen. Natürlich wurden und werden individuelle Termine vereinbart, die ohne Partnertage abgehalten werden sollen.

 

 

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„Nahezu auf Vorjahr“

  • Schlagzeile: Hettichs Zahlen im Corona-Jahr 2020

Auf der Bilanzpressekonferenz für das vergangene Geschäftsjahr 2020 hat der größte deutsche Beschlaghersteller Hettich am Mittwochmittag mit 1,066 Mrd Euro einen Umsatz nahe am Vorjahr vermeldet. Das sozusagen zweigeteilte Pandemie- und Geschäftsjahr (zweite Hälfte mit einem Turbo) brachte einen Verlust um 2,4 Prozent, bezogen auf den Umsatz. Der familiengeführte Riese aus Kirchlengern kommunizierte Gewinne auch heute wieder auf die gewohnte Art. Dr. Andreas Hettich, mittlerweile bekanntlich Beiratsvorsitzender, auf der Video-PK: „Dazu sage ich gerne – wie jedes Jahr – nichts.“ Hettich weiter: „Wir können aber sagen, dass wir recht ordentlich durch das letzte Jahr gekommen sind und am Ende zufrieden auf das Jahr zurückblicken.“ Die Treiber für die Entwicklung: Schöner Wohnen und Homeoffice.

 

„Sehr zufrieden“ wiederum hatte sich Holding-Geschäftsführerin Jana Schönfeld gezeigt. Zwar ist das Auslandsgeschäft mit 70 Prozent nach wie vor die Säule des Geschäfts, aber, im Vergleich zu den Vorjahren, nahm der Anteil ein klein wenig ab. Grund: die gute Konjunktur in der hiesigen Küchenindustrie.

 

Beim Thema Galvanik – vor sechs Wochen hatte der Standort in Berlin gebrannt, was im ganzen Markt Folgen für die Lieferkette hatte und hat – kann die Beschlagsgröße nun über externe Partner auf deren Kapazitäten zurückgreifen. Bis eine neue Anlage in Berlin entstehen kann, wird es dauern. Alleine ein Jahr dauere normalerweise ein Genehmigungsverfahren zur Errichtung einer entsprechenden Produktionsstätte, so Schönfeld.

 

Stolze 72 Mio Euro hat Hettich global investiert im Jahre 2020. Investitionsschwerpunkte waren neue Produkte, Kapazitätserweiterungen und der Ausbau der Infrastruktur. So wurden Produktionsflächen in Deutschland, Tschechien und China erweitert. Aktuell sind rund um den Globus über 6.600 Mitarbeiter bei Hettich tätig, davon mehr als 3.500 in Deutschland.

 

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„Einzig und allein mein Fehler“

  • Schlagzeile: Merkel entschuldigt sich für „Osterruhe“

Mit einem knapp gehaltenen Statement - nach fünf Minuten war die Pressekonferenz auch schon wieder vorbei - hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für den in der Nacht von Montag auf Dienstag spontan beschlossenen Mini-Shutdown entschuldigt. Die Pläne, Gründonnerstag und Karsamstag zu zusätzlichen Ruhetagen zu machen, ließen sich kurzfristig nicht umsetzen und würden zurückgenommen.  

 

Das sei „einzig und allein mein Fehler“ gewesen, sagte Merkel vor der Presse. (Darüber kann man bei einem von 16 Länderchefs mitgetragenen Beschluss durchaus streiten.) "Qua Amt" sei das so, so Merkel "klipp und klar". Die Pläne seien „mit bester Absicht“ entworfen worden, um die dritte Welle der Pandemie zu durchbrechen, ließen sich aber nicht umsetzen, weil zu viele Fragen wie beispielsweise die Lohnfortzahlung ungeklärt waren.

 

Jetzt werde man versuchen, die Welle auch ohne die Osterruhe in Griff zu kriegen. Mit der Notbremse, mit regionalen Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Kontaktbeschränkungen, Tests und Impfungen biete der Beschluss von Montag dafür einen Rahmen auch ohne die Osterruhe.

 

Im Anschluss an die Pressekonferenz stellte sich Merkel der Befragung im Bundestag.

 

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Expansionspläne

  • Schlagzeile: Nolte kauft britische Franchisekette In-Toto

Nolte Küchen hat am 11.3. einen Vertrag zur Übernahme von In-Toto Kitchens unterzeichnet, berichtet KBB Review und beruft sich auf Nolte Küchen UK. Die früher zur Alno AG gehörende Franchise-Kette war in den Jahren vor der Insolvenz der Pfullendorfer zur Perle aufgehübscht worden.

 

Nach der Zerschlagung 2017 hatte eine Quality Kitchen Holdings mit Geschäftsführer Rob Brew und der Kapitalgesellschaft Robus im Hintergrund die Assets übernommen. Nolte ist seit zwei Jahren Lieferant, zuvor waren Brigitte und Warendorf an Bord. Aktuell hat In-Toto 15 Filialen. Lieferanten sollen laut KBB Review künftig nur Nolte und die Schwestergesellschaften Express Küchen sowie Nolte SPA sein.

 

Man werde der nach wie vor sehr bekannten Marke In-Toto „neues Leben einhauchen“, heißt es weiter. Die Showrooms sollen komplett modernisiert werden, neue Marketingkampagnen sind geplant.

 

Für die kommenden Jahre hat Nolte sich zum Ziel gesetzt, mit In-Toto landesweite Präsenz zu erreichen. Bei der Expansion will man aber den langjährigen Händlern räumlich aus dem Weg gehen, so dass es nicht zu Überschneidungen kommt.

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