Mit einem knapp gehaltenen Statement - nach fünf Minuten war die Pressekonferenz auch schon wieder vorbei - hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für den in der Nacht von Montag auf Dienstag spontan beschlossenen Mini-Shutdown entschuldigt. Die Pläne, Gründonnerstag und Karsamstag zu zusätzlichen Ruhetagen zu machen, ließen sich kurzfristig nicht umsetzen und würden zurückgenommen.
Das sei „einzig und allein mein Fehler“ gewesen, sagte Merkel vor der Presse. (Darüber kann man bei einem von 16 Länderchefs mitgetragenen Beschluss durchaus streiten.) "Qua Amt" sei das so, so Merkel "klipp und klar". Die Pläne seien „mit bester Absicht“ entworfen worden, um die dritte Welle der Pandemie zu durchbrechen, ließen sich aber nicht umsetzen, weil zu viele Fragen wie beispielsweise die Lohnfortzahlung ungeklärt waren.
Jetzt werde man versuchen, die Welle auch ohne die Osterruhe in Griff zu kriegen. Mit der Notbremse, mit regionalen Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Kontaktbeschränkungen, Tests und Impfungen biete der Beschluss von Montag dafür einen Rahmen auch ohne die Osterruhe.
Im Anschluss an die Pressekonferenz stellte sich Merkel der Befragung im Bundestag.