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Ifa unter Druck

  • Schlagzeile: Miele 2021 nicht in Berlin

Gestern hat der INSIDE bei Miele nachgefragt. Jetzt kommt die Bestätigung per Pressemitteilung: Miele geht nicht auf die Ifa in diesem Jahr. Angeblich hat auch die Telekom abgesagt. Und von großen asiatischen Ausstellern hört man Ähnliches. Aber Miele gönnt sich pandemiebedingt nicht nur eine Pause vom Berliner Technikspektakel, auch auf der diesjährigen Küchenmeile wird Miele nicht als Aussteller präsent sein.

 

Der Zeitpunkt überrascht nicht. Im Anmeldeformular für die Ifa steht, dass bei Rücktritt nach dem offiziellen Anmeldeschluss, dem 15. Januar 2021, 50 Prozent der Standmiete berechnet werden. Bei Rücktritt nach dem 30. April 2021 werde die volle Miete fällig.

 

Dass die Entscheidung Miele nicht leichtgefallen ist, hört man deutlich im Statement von Frank Jüttner heraus. Begründet wird der Schritt vom Chef der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland damit, dass beide Messen auch in diesem Jahr „richtigerweise – mit weitreichenden Einschränkungen verbunden sein würden“. Der persönliche Austausch mit Kundinnen und Kunden, wie man ihn von Miele gewohnt sei, werde damit „praktisch unmöglich“.

 

Stattdessen setzt Miele in diesem Jahr, wie schon im vergangenen Jahr, auf eine virtuelle Live-Präsentation. „2022 ist Miele natürlich wieder dabei, in Berlin wie auch in Rödinghausen – sofern uns die Pandemie nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht“, so Jüttner.

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Neuzugang aus Ingolstadt

  • Schlagzeile: Möbel-Schau Norsingen mit neuem Geschäftsführer

Im Herbst 2019 übernahm Kai-Uwe Höpfner beim Alliance-Händler Möbel-Schau Norsingen (u.a. mit Einrichtungshäusern und Küchenwelten in Norsingen, Emmendingen und Offenburg) für den langjährigen Geschäftsführer Harri Hofert. Nun kommt zum 1. Juli wiederum Höpfners Nachfolger: Daniel Abele, seit drei Jahren Geschäftsleiter in der Ingolstädter Filiale des EMV-Filialisten Möbelhof, übernimmt.

 

Möbel-Schau-Aufsichtsratschefin Susanne Höhn ist also fündig geworden. Intern wurde der neue Chef bereits kommuniziert. Kommentieren will man den Neuzugang noch nicht in Norsingen.

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Noch eine Messeabsage

  • Schlagzeile: Auch in diesem Jahr keine Spoga + Gafa

Was für ein Hin und Her. Schon im letzten Herbst hatte die Kölner Gartenmesse Spoga + Gafa abgesagt werden müssen, sollte dann erst in diesem Frühjahr (und danach gleich immer im Frühjahr) stattfinden, wurde schließlich in den August geschoben.

 

Und nun? Wird es dieses Jahr überhaupt keine Spoga mehr geben in Köln. Der neue Termin: 19. bis 21.6.2022. Schocker-Nachrichten sind solche Verschiebungen von Messeterminen schon längst nicht mehr. Wer kann gerade schon genau planen? Doch für Messemacher und nicht nur für die wird die ganze Situation immer frustrierender. Da braucht es wirklich einen langen Atem. Den wünschen wir allen in der Messebranche!

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„Start-up in Q3“

  • Schlagzeile: Update zu Drakes und Tenges Einstieg bei MCA

Nun ist auch die offizielle Mitteilung aus Schieder-Schwalenberg da: „MCA-Gruppe verstärkt sich mit Jürgen Drake und Bernard Tenge“, so die Überschrift.

 

Eine neue Firma sei in Vorbereitung, ein Start-up, das im 3. Quartal seine Arbeit aufnehmen werde. Auf der M.O.W. ist ein Stand in Halle 5 gebucht. Die MCA-Inhaber Ulrich Heitmann und Christian Chemnitz zu ihren Neuzugängen: „Die Inhaber von MCA haben sich gemeinsam mit den beiden Branchenprofis vorgenommen, neue Absatzmärkte als sinnvolle Erweiterung zu den bisherigen MCA-Geschäftsfeldern zu erschließen. Synergien im Bereich Einkauf, Erweiterung und Ausbau von Logistik & IT sollen genutzt werden. Die jahrelange, gegenseitige Wertschätzung bestärkt uns auch in den Corona-bedingt schwierigen Zeiten in der Überzeugung, dass unsere Zusammenarbeit auch mit hoch ambitionierten Zielen ein Erfolg wird."

 

Die neuen Geschäftsfelder werden unter anderem – wie gemeldet – im Segment Bad liegen.

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Der Hauptkunde bleibt derselbe

  • Schlagzeile: Neuer Job für Christoph Gwosdz

Der Hauptabnehmer bleibt mit Otto derselbe: Christoph Gwosdz, Anfang des Jahres bei IMS und Newlook in Herford ausgeschieden (INSIDE 1104), ist seit ein paar Tagen neuer Geschäftsführer – neben Mitja Hauser – der Prevent -Tochter Neofacture Furniture GmbH mit Sitz in Wolfsburg.

 

Der Aufschlag der Prevent- Gruppe im Markt war bislang eher ein katastrophaler, doch seit einiger Zeit schon wird in den Werken von Bosnien aus kontinuierlich und leise geliefert: Machalke an Otto, die Alte-Gerberei-Kollektion und mehr an die großen Onliner vorwiegend in Deutschland. Neofacture soll nun weiterhelfen, sagt Gwosdz, die Möbelaktivitäten der Gruppe zu koordinieren, weiterzuentwickeln und auszubauen. Vorgänger Hubertus Kläs war dort im vergangenen Herbst ausgeschieden und ist seitdem beim Modulsofasitzsack-Spezialisten Vetsak aktiv.

 

Gwosdz zu seinem Plan: „Ausgehend von den starken Partnerschaften mit den maßgeblichen Online-Möbelhändlern möchten wir nun auch ein Angebot an den stationären Handel, den Multichannel-Handel, den Großhandel und die Industrie machen.“ Aktuell wird in drei Möbelwerken in Bosnien-Herzegowina und Slowenien produziert. Weitere Produktionskapazitäten seien bereits in der Umsetzung.

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Noch mehr Leads

  • Schlagzeile: moebel.de startet im Küchenbereich

Deutschlands größte Möbel-Suchmaschine moebel.de macht nun auch in Küchen. Die neuen Aktivitäten, die schon seit Wochen in den sozialen Medien beworben werden, sind aus einer Kooperation mit EMV-Händlern heraus entstanden, erklärt COO und Vorstand Arne Stock. Stichwort: Lead-Generierung. Offenbar hat man in Hamburg genug Power, um in einem schon gut besetzten Markt, ordentlich durchzustarten.

 

Einen wesentlichen Unterschied zur Kundengewinnung im Möbelbereich gibt es bei Küchen, erklärt Stock: Es hängt noch viel mehr vom Budget ab. Darum ist ein Budgetplaner wesentliches Element von moebel.de/kuechen. Noch befindet man sich in der Beta-Phase, hatte aber bereits mehr als 100.000 Besucher. Rund 100 Küchenhändler sind bislang angeschlossen, die über moebel.de in den kommenden 100 Tagen zusammen 1 Mio Euro Mehrumsatz generieren sollen.

 

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Berlin, Berlin, wir bauen in Berlin

  • Schlagzeile: XXXLutz mit Plänen für die Hauptstadt

Der Expansionsdrang von XXXLutz, er bleibt weiterhin stark und richtet sich nun offenbar auch verstärkt auf Berlin. Dort, so schreibt die Berliner Woche, ist ein Möbelhaus an der Märkischen Allee geplant. Aber es knistert hinter den Kulissen: Die Linksfraktion jedenfalls lehne den Bau „entschieden ab“, heißt es im Regionalblatt. Der Möbelmarkt sei „nicht im Interesse der Menschen“, verschlechtere die Wohnqualität und erhöhe die Verkehrsbelastung, ist vom Fraktionsvorsitzenden Bjoern Tielebein zu hören.

 

Allerdings versucht das Bezirksamt, einen Kompromiss zu finden: Um die Mieter der Wohnanlagen vor Lärm durch Lieferverkehr zu schützen, sollen die Zu- und Abfahrten zum Möbelhaus direkt von der Märkischen Allee erfolgen. Die kleinen und engen Straßen im Wohngebiet sollen damit nicht belastet werden. „Wir gehen davon aus, dass die Anlieferung über eine entsprechende Einhausung erfolgt, sodass auch eine entsprechende Lärmreduktion gegeben ist“, wird Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) im Blatt zitiert.

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Vorzieheffekte 1

„Wir wollen mit Wumms aus der Krise.“ Das sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz Anfang Juni 2020. Was dann kam, war zumindest für die Einrichtungsbranche ein Megawumms im zweiten Halbjahr. Dass der gesenkte Mehrwertsteuersatz (von 19 auf 16 und von 7 auf 5 Prozent) darauf wirklich Einfluss hatte, wird im Markt mittlerweile relativ stark bezweifelt.

 

Das Statistische Bundesamt gibt nun durch, dass im zweiten Halbjahr mit gesenktem Mehrwertsteuersatz immer mehr Haushalte die Mehrwertsteuersenkung zu Konsumzwecken genutzt hätten, und zwar sowohl für geplante als auch für ungeplante Ausgaben. Gerade bei Haushalten mit Kindern und bei einkommensstarken Haushalten sei dies der Fall gewesen. Von August bis Dezember 2020 zogen demnach 10 bis 13 Prozent der befragten Verbraucher mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro Anschaffungen aufgrund der niedrigeren Sätze vor. Von den Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von über 5.000 Euro traf dies im vergangenen August auf 22 Prozent zu, im Dezember dann auf 34 Prozent. Bei zusätzlichen Käufen zeigte sich ein ähnliches Bild.

 


Und was kauften die Konsumenten? Laut Statistik wurden die gesenkten Sätze vor allem zur vorgezogenen Anschaffung von Elektrogeräten und Einrichtungsgegenständen genutzt. Von all den befragten Konsumenten, die in diesem Zeitraum wegen der Steuersätze geplante Käufe vorzogen, schaffte sich rund jeder zweite Haushalt (zwischen 47 und 52 Prozent) Elektrogeräte an: Kühlschränke, Fernseher oder Laptops. Ein ähnlich hoher Anteil (zwischen 43 und 50 Prozent) vermeldet die Statistik bei den Ausgaben für Möbel, Lampen und Geschirr.

 

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Große Schuhe

  • Schlagzeile: Der Nachfolger für Helmut Kriege steht fest

Von Wiemann bis Loddenkemper: Bei der Oeseder Möbel-Industrie Mathias Wiemann GmbH & Co. KG in Georgsmarienhütte hat Helmut Kriege neben Inhaber Markus Wiemann den zentralen Posten in der Geschäftsführung. Kriege ist im Operativen in Georgsmarienhütte schwer zu ersetzen. Auch in Oelde, in der Loddenkemper-Gruppe, steht Kriege vorne dran.

 

Am Montag war Beiratssitzung im Wiemann-Reich. Nun ist die Personalie durch: Steffen Urbschat, im Januar 2019 in Germersheim durch Oliver Bialowons abgelöst, wird auf dem Kriege-Posten am 1. Juni antreten. Urbschat, 53, wird von Kriege, 63, noch eingearbeitet. Wann Kriege dann geht, steht offenbar noch nicht genau fest. Ein Jahr dürften Urbschat und Kriege wohl zusammen marschieren. 

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Direkt zum Messe-Mai

  • Schlagzeile: Das neue INSIDE Spezial Zulieferindustrie ist erschienen

Die digitale Interzum ging am Dienstagmorgen auch offiziell an den Start. Mit großem Aufwand wurden in Köln und von vielen Unternehmen der Zulieferindustrie Plattformen aufgebaut, Speaker gebucht, Videos gedreht, digitale Lösungen aufgesetzt, um die Neuentwicklungen zu zeigen und Stammkunden sowie den Markt als Ganzes an die relevanten Themen in diesem Interzum-Jahr heranzuführen. Viele der großen Beschlag-Spezialisten haben ihre Plattformen auch solo am Start – und trommeln nach Kräften für den Besuch. Und es gibt natürlich auch die Unternehmen, die komplett eigenständig marschieren in diesem Mai, ohne Interzum@home, aber mit eigenen digitalen und hybriden Lösungen in den hauseigenen Showrooms.

 

Einen Überblick, wer sich wo wie zeigt, liefert das neue INSIDE Spezial Zulieferindustrie, das am vergangenen Freitag erschienen ist. 52 Seiten, pickepackevoll, mit allen News aus der Vorlieferindustrie in diesem etwas anderen Messe-Mai. Zum E-Paper bitte hier entlang!

 

Vor allem kleinere Unternehmen aus der Zulieferwirtschaft müssen sich umsehen, wo sie bleiben. Denn die Marktführer machen Dampf im digitalen Raum. Man darf gespannt sein, wie der digitale Neuheiten-Mai am Ende ankommt bei den Entwicklern und Abnehmern aus der Küchen- und Möbelindustrie. Wir werden darüber berichten, im kommenden INSIDE 1112, der Ende der nächsten Woche erscheint.

 

Den Titelschwerpunkt im gerade erschienenen INSIDE Spezial füllt das Stressthema Lieferkette. Die große INSIDE-Lieferkette-Konfi finden Sie auf 9 Seiten im Spezial. Eine gar nicht so kurze Videozusammenfassung finden Sie auf INSIDE Küche. Wärmstens zu empfehlen auf INSIDE Küche auch unser Frühjahrs-Technik-Spezial: Die Küchen von morgen, in dem wir bis Ende Mai alle Neuheiten der Zulieferindustrie mit Fokus Küche aufbereiten.

 

Seit Monaten baut sich eine Welle auf. Sie wächst für alle Protagonisten entlang der Wertschöpfungskette zu einem immer noch größeren Problem heran. Bei dem auf INSIDE-Seite von Simon Feldmer und Eva Ernst moderierten Gespräch waren dabei: Elmar Duffner (Vivonio), Michael Egger jun. (Egger), Thorsten Gösling (Pronorm), Dieter Hilpert (Bega), Jens Hölper (Garant), Uwe Kreidel (Hettich), Stefan Möller (Häcker), Ralf Priefer (Ninka), Simone Scheuermann (Küchen Keie) und Peter Schönhofen (Kare). 

 

Wer noch immer denkt, die Unwuchten in der Lieferkette seien ein exklusives Möbelmarkt-Thema, dem empfehlen wir den Artikel „Derzeit nicht verfügbar“ auf dem Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) am vergangenen Wochenende: „Autos, Möbel, Barbiepuppen: Bei immer mehr Produkten stockt der Nachschub. Es entsteht eine neue Mangelwirtschaft.“ Doch da stand auch einiges dazu, was uns alle vielleicht wieder etwas positiver stimmen kann. Auszug aus der FAS: „Insgesamt haben die Deutschen im vorigen Jahr mehr als 16 Prozent ihres Einkommens gespart, seit der Wiedervereinigung war es noch nie so viel. Allein in den Pandemiequartalen 2020 wuchs das Geldvermögen der Deutschen um 4.000 Euro je Kopf, es waren zwei Drittel mehr als im Vorjahr.“

 

Zurück zum Spezial. Neben Messen und Material haben wir für den Schwerpunkt Polstertechnik mit Hettich Franke, Rolf Benz, Willi Schillig, Lectra und Expert Systemtechnik gesprochen. Zudem haben wir tief gebuddelt im großen Megatrendthema grüne Verfahren und Materialien.

 

 

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Neustart in Schieder

  • Schlagzeile: Zu den Plänen von Jürgen Drake und Bernard Tenge

Es hat sich gezogen, angedeutet hatte es sich lange. Nun wird die offizielle Nachricht für Mitte der Woche erwartet. Bernard Tenge und Jürgen Drake, deren Abschied vom Trendteam im vergangenen Oktober bekannt wurde, haben bei den MCA-Inhabern Ulrich Heitmann und Christian Chemnitz unterschrieben.

 

Der Starttermin in Schieder-Schwalenberg steht für den 1. Juli im Kalender. Es geht, wie man hört, um Aktivitäten im Badezimmer-Segment. Ein Stand auf der M.O.W. ist auch schon reserviert. Halle 5 wird es werden.

 

Ralf Müller, Inhaber Trendteam und Interfurn, hat seine Mannschaft mittlerweile auch wieder komplett.

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Mit Konzept Haus in die Welt

Mock-Store in Rheda
  • Schlagzeile: Garant frischt Franchise-System auf

Garant hat sein internationales Franchise-System einmal auf links gedreht. Unter neuem Namen geht es nun an den Roll-out. Als „on hold“ hatte Torsten Goldbecker, Holding-Geschäftsführer bei Garant, im vergangenen Frühjahr die internationale Franchise-Expansion der Verbundgruppe bezeichnet. Andreea Vartejaru, die sich seit 2017 um die internationale Expansion von Garant Home Design gekümmert hatte, hatte Garant verlassen. Mit dem Münchner Start-up The-V arbeitet sie aktuell an einem eigenen Franchise-Konzept.

 

In Rheda-Wiedenbrück begann man im letzten Jahr, das Franchise-Business komplett zu hinterfragen. Unter der Verantwortung des früheren BoConcept-Manns Hinrich Cordts, der 2019 als Director Business & System Development bei der Garant Global Franchise & Partnership sarl, Luxemburg, angeheuert hatte, wurde das Konzept im letzten Jahr komplett durchleuchtet. Zum Franchise-Kernteam gehören vier Leute, man hat jedoch Zugriff auf diverse Bereiche der Garant-Organisation.

 

Was ist gut? Was muss besser werden? Bei der Beantwortung dieser Fragen hat Garant sich – anders als man das als Verbundgruppe im B2B-Geschäft gewöhnt ist – an Endverbraucher-Zielgruppen orientiert, erklären Goldbecker und Cordts bei einem spontanen Treffen auf Teams. Wie schon beim bisherigen Konzept hat man festgestellt, dass deutsche Möbel international einen guten Ruf genießen. Das spiegelt sich auch im neuen Namen Konzept Haus Interior wider, der gemeinsam mit einer Markenagentur erarbeitet wurde. „Wir wollten ein deutsches Wort, das in allen Sprachen verstanden wird“, sagt Goldbecker. Im Hinblick auf die Positionierung im Markt fiel die Entscheidung auf das Segment „affordable luxury“. Der typische Möbelkäufer ist nämlich gar kein Käufer, sondern eine Käuferin. Und Frauen, das lässt sich durch Marktforschung belegen, kaufen anders ein als Männer. Sie kaufen weniger gezielt, als dass sie „shoppen“, sie sind mehrheitlich experimentierfreudig und sie kaufen häufiger kleinteiligere Möbel. Cordts: „Der Möbelmarkt ist fest in Frauenhand, die Möbelbranche in Männerhand. Das ist ein Dilemma.“

 

Nach dem weiblichen Einkaufsverhalten wurde das Konzept-Haus-Sortiment neu ausgerichtet, teils neue Lieferanten aufgenommen. Auch für die Standortwahl ist das Kaufverhalten von Frauen wichtig. „Zwischen Fashion und buntem Treiben“ sollen die Läden liegen, so Goldbecker. „Der richtige Standort ist die Voraussetzung für Frequenz.“ Weil das Konzept im Ausland ausgerollt werden soll, in Ballungsräumen, in wachsenden Metropolen, muss das Sortiment auf kleinere Wohnungen ausgerichtet sein. Goldbecker: „In ein 22-qm-Appartement in Kensington passt kein Zwölfsitzer von Minotti. Wir brauchen Möbel und komplette Outfits für kleine Lösungen.“ Und einen kürzeren Modellzyklus. Im ersten Schritt ist das Sortiment auf die Bereiche Wohnen, Schlafen und Arbeiten begrenzt. Bei der Vermarktung setzt Konzept Haus auf ein Zusammenspiel von Online-Dialog mit den Kunden, den physischen Stores und Beratung samt Aufmaß beim Kunden zu Hause. Auf diese Weise können die Pläne maßgeschneidert aufs eigene Zuhause digitalisiert werden. Der Kunde kann auf die Pläne zugreifen, die Möbel aber nicht anderswo bestellen.

 

Inzwischen ist Konzept Haus so weit, dass Pilothäuser installiert werden können. Der Start ist mit zwei bis drei Händlern angedacht. Wenn die Prozessabläufe passen, könnte ab 2022 Zug drauf kommen. Für die Akquise wird sowohl mit neuen als auch mit bestehenden Händlern gesprochen, Shop-in-Shops sind nicht vorgesehen. Der Fokus soll auf Europa liegen, doch auch in Südamerika will Garant sich wieder etablieren. Sobald die Pilotphase abgeschlossen ist, sollen jährlich drei bis fünf Stores eröffnet werden. 500 qm ist die geplante Verkaufsfläche. Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren auf eine deutlich zweistellige Zahl von Franchisenehmern zu kommen.

 

Einen 480 qm großen „Mock Store“, der von Vogelsängers digitalisiert wurde, gibt es seit Oktober bereits im A2 Forum in Rheda.

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