Unter anderen in den Werbepausen zur Frühstücksfernsehzeit flimmert die aktuelle Black-Week-Deal-Kampagne von Seats and Sofas über die Bildschirme. Die Bochumer Deutschland-Dependance des niederländischen Polster-Discount-Filialisten haut nicht nur marketingmäßig auf die Pauke. Auch die im Bundesanzeiger veröffentlichte 2021er Bilanz liest sich erstaunlich optimistisch.
15 Standorte hat Seats and Sofas aktuell auf dem deutschen Markt. Am 19. November kommt noch Leipzig dazu, europaweit sind es dann 45 Stores. Auch Weiterstadt steht laut Bilanz auf der Zielkarte. „Als wesentliche Chance betrachtet die Gesellschaft auch weiterhin die Entwicklung des Discount-Geschäfts in Deutschland. Mit dem Potenzial und der Erfahrung einer international tätigen Gruppe im Hintergrund geht die Gesellschaft davon aus, in den kommenden Jahren die Anzahl der neu eröffneten Geschäfte weiterhin zu erhöhen. Damit einhergehend wird sich voraussichtlich auch die Profitabilität der Gesellschaft verbessern, da die allgemeinen Geschäftskosten aus der Geschäftsführung, Marktentwicklung etc. auf mehrere Standorte verteilt werden können“, steht im Prognosebericht. Für 2022 war zum Zeitpunkt der Berichtslegung im Mai ein Ergebnis von rund 1 Mio Euro geplant. 2021 belief sich der Jahresüberschuss auf 101.700 (2020: 249.805) Euro. Umsatzangaben werden nicht gemacht. Nur so viel: Im ersten Quartal ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Mio Euro gestiegen, der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Mio Euro verbessert, was im Wesentlichen daran lag, dass es 2022 keine Öffnungsverbote mehr gab.
Das Rohergebnis im Jahr 2021 (Umsatz minus Herstellungs- und Materialkosten plus sonstige betriebliche Erträge) betrug 18,7 (21,7) Mio Euro. Im Jahresdurchschnitt wurden in den deutschen Filialen 197 (183) Mitarbeiter beschäftigt.