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Werksschließung

Estnische Büromöbelgröße fährt die Produktion runter

10.11.2022 | 12:05

 „Temporär“, wie die estnische Presse berichtet, fährt der estnische Büro- und Hotelmöbelbauer AS Standard die Produktion runter. Definitiv geschlossen werden soll in diesem Zug ein Werk in Mustamäe.

 

Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern hätten bereits begonnen, wird Geschäftsleitungsmitglied Enn Veskimägi zitiert. Veskimägi: „Wir tun alles, um zu überleben und das Unternehmen an die neuen Bedingungen anzupassen.“ Begründet werden die Maßnahmen mit den extrem gestiegenen Kosten, vor allem im Energiebereich, und einer gesunkenen Nachfrage aus dem Ausland.

 

Standard, vor fast 80 Jahren von einem Deutschen gegründet und zu Sowjet- Zeiten ein Kombinat mit über 2.000 Mitarbeitern, erwirtschaftete zuletzt 70 Prozent des Umsatzes, den INSIDER auf über 20 Mio Euro schätzen, mit Exporten in Länder außerhalb des Baltikums. Auf seiner Webseite gibt das Unternehmen an, in drei Fabriken in Estland 200 Mitarbeiter zu beschäftigen. Über 35.000 Hotelzimmer vom Radisson in Tallinn bis zum Westin in London habe man bereits eingerichtet.

 

Marktkenner schieben die Lage zum Teil auch dem Erfolg des litauischen Nachbarn Narbutas in die Schuhe, der mit einem dreistelligen Millionenumsatz so einige Mitbewerber überrollt habe. Estland leidet zudem unter einer extremen Inflation. Mit über 20 Prozent liegt das Land an der EU-Spitze. Kunden des Unternehmens wurden informiert, dass neue Aufträge, die bis zum 15.12.2022 eingehen, auf jeden Fall bearbeitet werden. Über die künftigen Pläne werde man informieren.


 

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