Breiter in Brunnthal
Premiumhändler Bettenrid jetzt mit Outlet
Bettwäsche, Bettdecken, Kopfkissen, Handtücher, Matratzen, Lattenroste, Betten – wer in München ein Geschäft dafür im Hochwertbereich sucht, der geht nicht selten zu Bettenrid, entweder in die Neuhauser Straße oder in die Theatinerstraße. Oder er nutzt den Online-Shop des Händlers. Jetzt hat der Münchner Premium-Spezialist für den Schlaf vor den Toren Münchens ein Outlet eröffnet. In Brunnthal im Südosten der Isarmetropole stehen Bettenrid seit dem 15. Oktober 500 qm Verkaufsfläche zur Verfügung.
Warum das Outlet? Dafür, so Firmenchef Robert Waloßek, gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Beispielsweise sei der Kundenzuspruch bei den Lagerverkäufen in Kirchheim „sehr hoch“ gewesen, sagt Waloßek. Jetzt wolle man das dauerhaft anbieten. Außerdem gibt es eine Reihe von Kunden, die ungern mit dem Auto in die Innenstadt fahren.
Tatsächlich geht die Frequenz auch in einem Hotspot wie der Münchner Innenstadt seit Jahren nach und nach zurück. Dennoch war es für Bettenrid ein gutes Jahr. Der Bettenanteil am Gesamtumsatz hat sich im Laufe der vergangenen Jahre leicht erhöht, im vergangenen Jahr ging‘s umsatzseitig dort sogar zweistellig nach oben. Auf das starke Jahr wird Bettenrid im Bettensegment wohl in diesem Jahr nochmal einstellig draufsatteln. Wie es insgesamt 2021 aussieht, ist derzeit noch schwer zu sagen, immerhin steht Bettenrid ja noch das wichtige Weihnachtsgeschäft bevor.
Spannend allerdings ist, dass sich die Investitionen in den Online-Shop gerade offenbar so richtig ausgezahlt haben. Die fast fünf Monate, in denen Bettenrid bedingt durch Corona schließen musste, konnten nicht nur durch die hohe Nachfrage nach der Öffnung kompensiert werden, sondern auch durch den Online-Shop, der während der Schließung, so Waloßek, „massiv zugelegt“ hat. Und es wird weiter investiert. Gerade ist man mittendrin in der Umsetzung eines neuen Online-Shops, der im kommenden Jahr fertiggestellt wird. Das Sortiment dort bleibt gleich, doch es wird ein neues Shop-System geben, das leichter bedienbar sein soll.
Was das Bettenrid-Outlet in Brunnthal angeht, ist auch hier die Zielsetzung klar: Eine neue Zielgruppe soll erschlossen werden. Die Stores in den Innenstädten konzentrieren sich künftig noch mehr als früher auf die Maßkonfektion, die bislang 30 Prozent des Geschäftes bei Bettenrid ausmacht und häufig über Terminvereinbarungen läuft. Im Outlet gibt es solche Maßkonfektion nicht. Brunnthal sieht Waloßek als „Einstieg in die hochwertige Schlafkultur“, vor allem auch für Jüngere, die sich mehr als bei Ikea leisten wollen. Allerdings: Matratzen für 100 Euro? Kann man dort lange suchen. Matratzen und Lattenrost – all das stammt bei Bettenrid aus bayrischer Produktion. Und auch bei der Beratung soll das Top-Niveau bleiben. Fünf bis zehn Mitarbeiter arbeiten, je nach Wochentag, in Brunnthal. Waloßek schöpft dabei aus dem bestehenden Mitarbeiter-Pool, einige wurden in den Innenstadt-Häusern eingelernt. Es solle kein Markt werden, wo man hingeht und keinen Mitarbeiter findet, betont Waloßek.
Den Umgang mit den allerorten kritischen Lieferzeiten und Versorgungsproblemen hat Bettenrid übrigens über besondere Vereinbarungen mit den Herstellern geregelt. Einiges wurde schon vorbestellt und Matratzen auf Lager gelegt, um für die Weihnachtszeit gewappnet zu sein. Nebenbei ganz interessant: Hersteller im oberen Premiumsegment, die hauptsächlich mit Naturmaterialien arbeiten, kämpfen derzeit nicht mit Lieferproblemen. Dort liegen die Lieferzeiten nach wie vor bei sechs bis acht Wochen.