Der Übernahme-Poker um Recticel – der Österreicher Greiner hat sich mit 27 Prozent beteiligt und ein freiwilliges, aber ungewolltes Kaufangebot für den Rest der Anteile abgegeben – nimmt eine neue Wendung. Ein Verkauf des Geschäftsbereichs Engineered Foams bringe eine deutlich höhere Wertschöpfung als das Greiner-Angebot, das nicht im Interesse der Aktionäre sei, teilten die Belgier diese Woche mit. Prompt ist man sich auch mit dem US-Schaumstoffkonzern Carpenter Co. handelseinig geworden: Für 656 Mio Euro in bar und ohne etwaige Schulden soll der Verkauf des Bereichs abgeschlossen werden.
Das Angebot entspricht einer Abfindung von 11,65 Euro pro Recticel-Anteil, teilte Recticel nun mit. Die Transaktion steht allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre und behördlicher Genehmigungen. Plan ist sich ausschließlich auf den Geschäftsbereich Isolierung zu konzentrieren. Der geplante Verkauf der Bedding-Sparte sollte eigentlich bereits im Juni in der heißen Phase sein, konnte bislang aber noch nicht abgeschlossen werden.