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INSIDE Roadmap im Herbst

„Möbel sind Lebensraumgestaltung“

Ein paar direkte Fragen an M.O.W.-Chef Bernd Schäfermeier

20.09.2025 | 18:40
Maximilian Richter, Bernd Schäfermeier

INSIDE: Messe in harten Zeiten. Läger im Handel voll – M.O.W.-Hallen aber auch. Wie passt das zusammen?

Bernd Schäfermeier: Besonders in schweren Zeiten ist Messe wichtig. Deshalb sind die Hallen nicht nur voll, sondern qualitativ belegt. Die M.O.W. will ein positives, optimistisches Signal senden. Dafür sorgen wir mit umfangreicher Präsentation und einem Angebot wie nirgendwo sonst. Es braucht jetzt einen Ruck und gemeinsames Handeln. Dieser Auftritt zeigt, unsere Branche beweist Stärke und glaubt an den möglichst schnellen Umschwung.

Wer braucht gerade dringender neue Impulse? Der Handel oder die Industrie?

Die M.O.W. wird für beide Seiten Impulse bringen. Wichtiger: Impulse müssen zu einer Ausgabebereitschaft der Endverbraucher führen.

Im Vorfeld wurde die Messe mal wieder schön in Zweifel gezogen. Zum einen versammelt sich fast alles in Ostwestfalen, zum anderen sprechen mal wieder viel über die Kunden, die nicht kommen. Was sagt der M.O.W.-Chef dazu?

Sprechen wir über die, die kommen, und das Angebot der Industrie durch ihren Besuch honorieren. Partnerschaft, Austausch, Informationen und Inspiration sind wichtige Schlüssel für gemeinsamen Erfolg. Ich kann nur jeden zum Messebesuch herzlich einladen. Durch den starken Auftritt der M.O.W. im Zusammenspiel mit allen weiteren Messeaktivitäten in Ostwestfalen ist hier ein weltweit einmaliges Angebot entstanden. Da geht es um Chancen, nicht um Zweifel. Sollte jetzt jeder, der professionell Möbel vermarktet, nutzen. Denn „Messe ist hier“ – und lieber Simon – abgerechnet wird zum Schluss.

Drei Gründe, weshalb das eine gute Messe werden wird?

Klares Konzept. Alleinstellungsmerkmal durch umfassendes Angebot von Preiseinstieg bis obere Mitte, in Breite und Tiefe für alle Vertriebskanäle. Marktgerechte Partner national und international. Das Pfund langjähriger Aussteller sowie viele neue bekannte Namen und Marken. Das sind jetzt mehr als drei Gründe, aber das sind Bausteine für eine gute Messe.

Drei Gründe, weshalb du nach wie vor an einen positiven Aufbruch in der Branche glaubst?Möbel sind Lebensraumgestaltung, viel mehr als nur Gebrauchsgut. Die Branche schafft individuelle Lösungen und bedarfsgerechte Umsetzungen durch tolle Ware. Möbel erzeugen Freude, Wohlfühlen, Flexibilität, Persönlichkeit, Atmosphäre und noch vieles mehr. Es gibt aktuell viele äußere Faktoren, die hemmen, doch der Wunsch nach neuer Einrichtung und das notwendige Geld dafür sind da. Nehmen wir die Endverbraucher mit in unsere schöne Möbelwelt, denn Möbel werden immer gebraucht und verschönern jedes Zuhause.

Deine Prognose: Wann ist das Tal der Tränen durchschritten? Was muss passieren?

Ich hoffe, dass es schnell wieder Freudentränen werden. Die Politik ist gefordert, denn die Wirtschaft und die Konsumenten brauchen Vertrauen, dann löst sich der Knoten. Jetzt setze ich erst mal auf ein gutes Herbst-/Wintergeschäft und eine erfolgreiche M.O.W. für ein umsatzstarkes Möbeljahr 2026.

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