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Spezial Neue Ideen

Ein Text übers langsame Loslassen

Auf dem Weg

Martin Wetscher führt mit seiner Familie das Einrichtungshaus Wetscher mit heute knapp 100 Mitarbeitern in der vierten Generation – mitten im schönen Zillertal in Tirol. Seit Wetscher in Fügen das Familienunternehmen Wetscher in den 90er Jahren übernommen hat, war er noch nie drei Wochen im Urlaub. Zu seinem 60. Geburtstag hat er sich selbst gezwungen – zu einer drei-wöchigen Auszeit. Zusammen mit Ehefrau Barbara Wetscher ging es im Februar im Zug von Tansania nach Kapstadt. Für sich und dann irgendwann auch für INSIDE hat Wetscher darüber geschrieben. Er hat notiert, was das Reisen mit ihm gemacht hat, mit seinem Selbstverständnis als Unternehmer, als Getriebener, als strategischer Kopf, erster Ansprechpartner in allen Fragen, Antwortengeber und verantwortliche Instanz auf Zeit einer Familientradition. Entstanden ist ein herausragender Text, eine ehrliche und tiefe Bestandsaufnahme.  Pflichtlektüre für alle Unternehmerinnen und Unternehmer vor dem Sommerurlaub.

Von Martin Wetscher

Auf dem 8. Gipfel:
Martin Wetscher mit Matthias Horx

Eine Zugreise durch das südliche Afrika. Kein Bericht über Sehenswürdigkeiten, sondern über Zeit, Menschen, Unternehmertum und den Moment, in dem sich der Blick verschiebt. Ein Text über das Unterwegssein – und darüber, was sichtbar wird, wenn man nicht mehr vorne sitzt.

Von der Schwierigkeit, über Reisen zu schreiben

Empfehlungen von Reisezielen verraten meist weniger über Orte als über jene, die sie aussprechen. Über ihre Sehnsüchte, ihre Bedürfnisse, ihre Bereitschaft, sich selbst im Spiegel der Ferne neu zu betrachten. Ein Reisebericht geht noch einen Schritt weiter: Er macht persönliche Koordinaten sichtbar, die nicht immer für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Was folgt, will deshalb weder Empfehlung noch Einladung sein. Eher eine Bewegung des Denkens, ausgelöst durch eine Reise, die sich am Ende weniger durch Geografie als durch Zeit definiert.

Ein runder Geburtstag verschiebt den Blick. Nicht dramatisch, eher so, wie sich das Licht am späten Nachmittag verändert: Die Schatten werden länger, das Drängende verliert an Schärfe. Nach Jahrzehnten unternehmerischer Verantwortung wurde plötzlich etwas sichtbar, das lange kaum Raum hatte: die Möglichkeit, nicht zuständig zu sein. Nicht erreichbar. Nicht vorne.

Die Entscheidung für eine dreiwöchige Zugreise durch das südliche Afrika fiel deshalb nicht aus Abenteuerlust. Sie war eher ein Versuch. Ein Leben ohne tägliche Präsenz im Unternehmen, ohne den gewohnten Blick nach vorn, ohne die Notwendigkeit, ständig zu beschleunigen, zu bremsen oder die Weiche zu stellen. Zum ersten Mal saß ich nicht in der Lokomotive. Ich war Passagier.

Eine andere Logik

Der Zug ist ein eigensinniges Verkehrsmittel. Er folgt nicht dem Takt moderner Beschleunigung, sondern seinem eigenen Zeitmaß. Es gibt Strecken, auf denen man erstaunlich früh und rechtzeitig ankommt, und andere, auf denen Stillstand zum System zu gehören scheint. Stundenlanges Warten, weil Wasser nachgefüllt werden muss. Oder Diesel. Oder weil irgendwo jemand entschieden hat, dass jetzt nicht der richtige Moment zum Weiterfahren sei.

Es ist eine Erfahrung, die Unternehmern nicht fremd ist, auch wenn sie im Alltag gern verdrängt wird. Der Glaube an Steuerbarkeit ist hartnäckig, die Wirklichkeit meist weniger kooperativ. Märkte, Menschen, Ressourcen, Zufälle – alles bewegt sich nach eigener Logik. Das Dazwischen, dieses Auf und Ab unter Unsicherheit, ist dem Unternehmertum näher, als es Organigramme vermuten lassen.

Mit der Zeit beginnt man zu verstehen, dass der Zug nicht verspätet ist. Er folgt nur einer anderen Ordnung. Einer, die sich nicht an Effizienz misst, sondern an Bedingungen. Wer das ignoriert, zahlt früher oder später den Preis.

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Wohnen als Beziehung

Die Landschaft, die am Fenster vorbeizieht, entzieht sich der schnellen Einordnung. Zunächst sattes Grün, Felder, Dörfer, Rundhütten mit schilfgedeckten Dächern, fast immer ein Baum daneben – als hätte man sich still darauf geeinigt, dass Wohnen ohne Schatten unvollständig sei.

Rund um die Hütten liegen kleine Gärten, unregelmäßig, aus der Ferne wie Teppiche. Die Hütte selbst scheint kaum mehr als ein Schlafraum zu sein. Gekocht, gearbeitet, gespielt, gelebt wird draußen, unter dem Baum, im offenen Raum. Wohnen erscheint hier weniger als Grundriss, denn als Beziehung: zur Umgebung, zum Licht, zum Klima, zum Tageslauf.
Unweigerlich drängen sich Gedanken an die europäische Wohnlogik auf. An ihre Funktionszonen, ihre strengen räumlichen Trennungen – und ebenso an ihr Gegenteil, an die oft gefeierte Auflösung aller Grenzen. Große Konzepte, große Namen. Und doch stellt sich im Vorüberfahren leise die Frage, ob nicht vieles davon nur Episoden sind, verglichen mit einer Praxis des Wohnens, die sich über Jahrtausende bewährt hat.

Wiederholung und Wahrnehmung

Manchmal verlieren sich die endlosen Weiten in meditativer Wiederholung. Der Geist passt sich dem Rhythmus der Wagenräder an und denkt plötzlich weniger. Vielleicht ist das Langeweile. Vielleicht aber auch die Voraussetzung von Wahrnehmung.
Denn erst im Routinierten wird man gut. Erst im Wiederholten entsteht Erfahrung. Das gilt für Landschaften ebenso wie für Unternehmen. Zuhause über Jahrzehnte, hier über Stunden. Und dann, unvermittelt, die Höhepunkte. Erwartete und unerwartete. Das Lächeln eines kleinen Mädchens auf dem Rücken seiner Mutter gehört zu den letzteren.
Die Natur zeigt sich als permanenter Wettbewerb. Während Giraffen die jungen Triebe von oben abfressen, wachsen manche Bäume so hoch, dass selbst sie nicht mehr heranreichen. Anpassung ist die älteste Form von Strategie.

Und doch sind Perspektiven trügerisch. Ein junger Mann mäht eine Grasfläche mit einem Werkzeug, das aus europäischer Sicht unerquicklich ineffizient wirkt. Der voreilige Gedanke, man wüsste es besser, ist schnell da – und zum Glück ebenso schnell verdächtig. Denn jeder Blick ist an seine eigene Erzählung gebunden. Auch das ist eine Erkenntnis, die sich nicht nur auf Reisen einstellt.

Menschen in Gruppen

Je weiter die Reise fortschreitet, desto mehr wird aus Reisenden eine Reisegesellschaft. Vielleicht, weil das Mobilfunknetz verschwindet. Vielleicht, weil Gespräche an Bord noch nicht vollständig vom Telefon verdrängt wurden. Vielleicht auch, weil ein sorgfältig kuratiertes südafrikanisches Weinsortiment dem sozialen Frieden nicht abträglich ist.

Man spricht miteinander. Man hört zu. Man wiederholt sich. Man kommt sich näher, freundet sich an – und irritiert sich. Es ist ein wenig wie in kleinen Unternehmen oder großen Familien: Rollen entstehen nicht erst durch Benennung, sie bilden sich von selbst.

Da ist das englische Ehepaar mit fast schon literarischen Umgangsformen. Sie betritt jeden Morgen den Speisewagen mit dem lachend-lauten Satz: „I’m still alive!“ Da ist der Unternehmer, der nach dem Verkauf seiner Firma zwischen Erleichterung und Leere pendelt. Das Lehrerehepaar, das jede Leistung am bezahlten Gegenwert misst. Der Dauerkommentator. Der stille Beobachter. Die Vermittlerin. Der Enthusiast. Und Menschen aus der Schweiz, die den Gegenbeweis antreten, dass Herkunft über Geselligkeit entscheidet.

Je länger man hinsieht, desto klarer werden die Typen. Und desto deutlicher erkennt man sie auch zu Hause wieder. Jeder zeigt etwas von sich. Und von jedem lässt sich etwas lernen – besonders von jenen, die einem zunächst unsympathisch sind. Sie halten oft den deutlichsten Spiegel vor: nicht dessen, was man ist, sondern dessen, was man werden könnte.

Rollen und Führung

Im Reservat beobachte ich ein Wasserloch. Zebras streiten um den besten Platz. Elefanten treten ruhig heran. Impalas warten nervös auf ihren Moment. Schon nach kurzer Zeit erkennt man ein Muster. Keine geschriebene Regel, kein sichtbarer Plan – und doch funktioniert es. Jede Art kennt ihre Rolle. Und jede Rolle hat ihren Sinn.

Solange niemand auf die Idee kommt, den Elefanten zum Springbock zu machen.

Auch im Unternehmen begegnet einem das täglich. Der Antreiber. Die Skeptikerin. Der Präzise. Die Vermittlerin. Der Visionär. Der Bewahrer. Der Macher. Zwischen all diesen Eigenarten gibt es nach meiner Erfahrung nur einen produktiven Umgang: zu erkennen, was jemanden wirklich besonders macht. Führung bedeutet nicht, Menschen zu verbiegen. Sie bedeutet, vorhandene Stärken sichtbar zu machen und so zu platzieren, dass daraus etwas Gemeinsames entstehen kann.

Es ist keine Voraussetzung, mit jedem Mitarbeiter befreundet zu sein. Aber es hilft. Und es macht unendlich mehr Freude.

Unternehmersein als Lebensform

Je weiter wir nach Süden kommen, desto dünner wird das Netz. Erst stockt es, dann verschwindet es. Keine Mails, keine rote Dringlichkeit, kein Scrollen. Anfangs greift man noch reflexhaft zum Telefon. Dann beginnen Gespräche wieder länger zu dauern. Pausen bleiben stehen. Man hört einander zu, nicht aus Disziplin, sondern weil nichts lauter ruft.

Das Schweigen des Netzes legt etwas frei: die Frage, was von einem bleibt, wenn die permanente Reaktion ausfällt. Und vielleicht ist das eine gute Vorstufe für jede ernsthafte Auseinandersetzung mit Unternehmertum.

Denn Unternehmersein ist ein merkwürdiger Beruf. Er verlangt Überblick und Detailkenntnis zugleich, Intuition und Zahlenverständnis, Geduld und Entscheidungskraft, Nähe und Distanz, Ehrgeiz und Gelassenheit. Man muss sich für Architektur interessieren und für Menschen, für Marketing und für Maschinen, für Emotionen und für Liquidität.

Als wir uns Kapstadt nähern, wird der Zug langsamer. Die Lokomotive arbeitet hörbar schwer, zischt und raucht, als hätte sie die letzten Kilometer mit letzter Kraft genommen. Gleich wird sie Wasser bekommen, Kohle, Schmieröl, ein paar kräftige Schläge mit großem Werkzeug. Danach kann es weitergehen. Für den Moment aber klingt alles nach letzter Anstrengung und kleiner Erleichterung zugleich.
Noch bevor der Zug ganz steht, bildet sich im Gang eine Schlange. Ich warte. Mein Blick gleitet an der niedrigen Decke entlang und bleibt an einem nachträglich montierten WLAN-Router hängen. Ein eher grob befestigtes Gerät, mit sichtbaren Kabeln, das die nostalgische Inszenierung des Waggons zuverlässig stört. Die Gegenwart schraubt sich selten elegant in die Vergangenheit.

Ein Cat-Kabel verschwindet in der Verkleidung. Nichts Besonderes. Und doch merke ich, wie meine Gedanken daran hängenbleiben. Ich weiß genau, wie so ein verdrilltes Kabel physikalisch funktioniert, und ich kenne in unserem Unternehmen die meisten IP-Adressen auswendig. Ich weiß, welche Leitung wohin führt, wo welche Sicherung sitzt – und manchmal auch ziemlich genau, bei welchem Thema und zu welchem Zeitpunkt bei welchem Mitarbeiter die Sicherung durchbrennen könnte.

Ich zeichne Inserate, suche den Kern einer Botschaft, kenne den Markt, weiß etwas über die Kraft unserer Marke, verhandle mit Lieferanten, Behörden und Kunden, streue im Winter Salz vor den Eingang und halte familiäre wie betriebliche Bälle in der Luft. Ich weiß, was meinem Vater wichtig war und wo die Stärken meines Großvaters lagen. Und ich habe ein Bild davon, wie unser Unternehmen in zehn oder zwanzig Jahren aussehen könnte – und was heute um halb zehn Uhr morgens geschehen muss, damit diese Zukunft nicht bloß behauptet wird.

Nach Jahrzehnten ununterbrochenem Unternehmertum kommt es mir deshalb immer weniger wie ein Beruf vor. Eher wie eine Lebensform.

Der letzte Abschnitt

Als wir aussteigen, zeigt sich rasch, dass die Reise noch nicht ganz zu Ende ist. Der Zug steht auf einem Nebengleis. Der eigentliche Bahnhof liegt noch ein Stück entfernt. Man muss zu Fuß weiter.

Vielleicht ist genau das das passendere Bild für die Zeit, die vor mir liegt. Denn auch der letzte Abschnitt eines Unternehmerlebens wird nicht mehr gezogen, sondern gegangen. Es geht weniger um Kraft als um Taktgefühl: um Übergabe, um Loslassen, um die Kunst, Jüngeren Raum zu geben, ohne ihnen bei jedem Schritt wieder ins Steuer zu greifen.

Es gibt Aufgaben, die man gern abgibt. Ihr Verschwinden wird sofort als gewonnene Lebenszeit verbucht. Und es gibt andere, mit denen man nicht nur Arbeit, sondern Rhythmus, Bedeutung und einen Teil des eigenen Lebenssinns weiterreicht. Gerade sie dürfen nicht einfach enden. Sie wollen weiterreisen, auf einem neuen Bahnsteig, in anderer Form, vielleicht sogar in ein neues Abenteuer.

Die Übergabe ist vielleicht die eigentliche Reifeprüfung eines Familienunternehmers. Nicht das Aufbauen. Nicht das Durchhalten. Sondern das Weitergeben.

Kein weiteres Tal

Viele Branchen kennen schwierige Jahre. Man hält aus, justiert nach, spart, investiert vorsichtig und wartet darauf, dass sich die Lage wieder hebt. Lange habe ich auch unsere Branche so betrachtet. Inzwischen glaube ich das nicht mehr.

Was wir in der Welt der Einrichter erleben, ist kein weiteres Tal, sondern ein Umbruch. Der Markt verschiebt sich, Geschäftsmodelle ebenso, und auch die Erwartungen der Kunden sind andere geworden. Wer nur hofft, dass es wieder wird wie früher, verwechselt Erinnerung mit Strategie. Es braucht neue Wege, nicht bloß Geduld.

Der Möbelhändler lebt von Beweglichkeit, Sortimentsgefühl und der Fähigkeit, schnell zu reagieren. Der Tischler steht auf Präzision, Materialverständnis und gewachsenem Können. Der Innenarchitekt muss Ort, Bewohner, Zeitgeist und Zeitlosigkeit zugleich erfassen. Und der Familienunternehmer trägt noch eine weitere Aufgabe: Er muss dafür sorgen, dass das Unternehmen bleibt – nicht nur bis zum nächsten Quartal, sondern bis zur nächsten Generation.

Dazu gehört eine ebenso nüchterne wie harte Pflicht: niemals out of cash zu sein. Und zugleich den Kern des Unternehmens so zu bewahren, dass er in einer neuen Zeit wieder als Stärke erkennbar wird. Nicht alles darf bleiben. Aber das Wesentliche schon.
Unternehmen tragen Erinnerungen in sich.

Entscheidungen, Haltungen, manchmal auch Irrtümer vergangener Jahre. Doch keine Generation kann die Wege ihrer Vorgänger einfach weitergehen. Jede steht in einer anderen Landschaft und muss andere Antworten finden. Treue bedeutet deshalb nicht Wiederholung. Sie bedeutet, den Kern zu erkennen und seine Form zu verändern, ohne ihn preiszugeben.

Von außen sieht das manchmal wie Widerspruch aus. Im Inneren ist es eher Kontinuität. Man verändert Werkzeuge, Prozesse, Sprache, Sortimente, Kanäle. Und dennoch sollte etwas gleich bleiben: der Charakter. Ein Unternehmen darf moderner, beweglicher, technischer werden. Aber es darf sich nicht selbst fremd werden.

Die schönen Dinge des Lebens

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich meinen Beruf trotz allem immer noch liebe. Ich arbeite mit den schönen Dingen des Lebens – vermutlich mit den schönsten. Nicht, weil sie luxuriös wären. Sondern weil sie Menschen täglich umgeben und mehr mit ihnen machen, als man auf den ersten Blick vermutet.

Ein Sideboard ist kein Brett auf der Seite. Und der Wert einer Kredenz liegt nicht bloß darin, dass ihr Inhalt nahe beim Esstisch steht. Möbel und Räume haben eine andere Aufgabe. In ihrer Schönheit, in Material, Farbe und Proportion können sie etwas in uns berühren, das Halt gibt, Zuversicht schafft und uns das Gefühl vermittelt, wirklich bei uns selbst zu Hause zu sein.

Ein stimmiger Raum gibt Halt, ohne laut zu werden. Er erinnert seinen Bewohner an eine geordnetere, klarere, vielleicht auch bessere Version seiner selbst. Wenn Licht, Material, Proportion und die vielen sichtbaren Dinge eines Raumes einen gemeinsamen poetischen Faden bilden, beginnt der Raum seinen Bewohner zu spiegeln. Man erkennt sich darin wieder. Nicht spektakulär – eher wie Musik, deren Melodie uns berührt und für einen Moment unsere eigene wird.

Vielleicht muss auch ein gutes Unternehmen so etwas können. Wie eine Melodie, die trägt, ohne sich aufzudrängen. Es muss nicht nur funktionieren. Es muss tragen. Mitarbeiter, Kunden, Familie, Entscheidungen, Krisen, Hoffnungen. Es braucht Ordnung, Maß, Verlässlichkeit und jene stille Form von Charakter, die Menschen spüren, lange bevor sie sie benennen können.

Ein gutes Unternehmen schafft nicht bloß Umsatz. Es schafft einen Ort, an dem etwas wachsen kann, das über den Augenblick hinausreicht.

Kein Schluss

Gerade die Geschichte von Räumen, die Menschen tragen – von der eigentlichen Kunst der Innenarchitektur, die weit über das bloße Funktionieren von Grundrissen hinausgeht –, werde ich wohl niemals aufhören weiterzuerzählen. Meinen Innenarchitekten. Unseren Mitarbeitern. Meinen Kindern. Offen und direkt, manchmal vielleicht auch versteckt hinter Bildern und sozial-medial tauglichen Botschaften – und ganz sicher weiterhin in viel zu langen Texten. 


Wenn Sie eigene Gedanken dazu haben, Widerspruch, Ergänzungen oder andere Erfahrungen – schreiben Sie gerne an:
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