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Erpo auf der Herbstmesse

Neue Produkte, neue Zielgruppe

01.09.2026 | 16:04

Wer in diesen Tagen mit den Erpo-Geschäftsführern Frank Gänser und Jürgen Sollner spricht, der wird auch ein bisschen angesteckt. In Ertingen blickt man mit Vorfreude auf den Messeherbst. Geschäftsführer Frank Gänser hat 2026 zum „Jahr der Veränderung“ ausgerufen. Nach den deutlichen Rückgängen der Möbelbranche in den vergangenen Jahren reiche es nicht, einfach weiterzumachen wie bisher. „Wir müssen uns verändern. Bei Produkten, beim Vertrieb, bei der Ansprache an die Konsumenten“, sagt Gänser.

Auf der M.O.W. will Erpo zeigen, wohin die Reise beim Leder- und Polsterspezialisten geht. Ein Schwerpunkt ist die noch junge Linie Erpo Elements. Das modulare System wurde weiterentwickelt. Gleichzeitig kündigt Gänser Produkte an, „die man teilweise von Erpo nicht erwartet“. Erpo will in Zukunft gezielt auch eine jüngere Kundschaft erreichen. Qualität und Sitzkomfort sollen bleiben, bei Design und Ansprache will sich das Unternehmen dagegen stärker öffnen.

Hintergrund ist auch die bisherige Kundschaft. Erpo erreicht nach eigener Einschätzung vor allem Kunden ab 50 Jahren. Künftig sollen stärker auch gutverdienende Käufer ab Mitte 30 oder 40 angesprochen werden, die hochwertige Möbel suchen, sich gestalterisch aber nicht unbedingt in der klassischen Erpo-Kollektion wiederfinden.

Auch die Darstellung im Handel bleibt eines der Fokus-Themen. Das bereits vorgestellte Erpo-Studiokonzept soll weiter in den Vordergrund gerückt werden. Begros-Filialist Ehrmann hat das Konzept unter anderem in Landau, Reutlingen und Rastatt umgesetzt. „Wir müssen dem Verbraucher zeigen, wie es bei ihm zu Hause aussehen kann“, sagt Gänser.

Bereits für das Frühjahr sind weitere Ergänzungen für Erpo Elements geplant. Neuheiten und Weiterentwicklungen sollen künftig auch unterjährig immer wieder präsentiert werden. Zudem arbeitet Erpo inzwischen verstärkt mit externen Designern zusammen. Einen ersten Einblick in diese Arbeit soll es dieses Jahr im Informa geben.

Geschäftlich bewegt sich Erpo nach den ersten sieben Monaten leicht über dem Vorjahr. Gut läufts weiter in Asien: Japan wachse wieder, Korea entwickle sich ebenfalls positiv. Gleichzeitig bleibt der deutsche Markt herausfordernd.

Einen Appell in Richtung Handel hat Gänser auch im Gepäck: Gerade in einem schwierigen Markt dürfe der persönliche Austausch nicht verloren gehen. „Wir wollen, dass unsere Handelspartner auf unserem Messestand kommen und sagen: Da tut sich was.“

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