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Cyncly auf der Herbstmesse

„Keine Angst vor KI“

01.09.2026 | 15:57
Peter Kläne

Bei Cyncly geht es auf der Area30 um KI und Vernetzung. Das Unternehmen will künstliche Intelligenz Schritt für Schritt dort in bestehende Anwendungen einziehen, wo sie Prozesse tatsächlich schneller und einfacher macht.

„Unser Ziel ist es, der Branche zu zeigen, dass man sich nicht vor KI fürchten muss“, sagt Cyncly-Manager Peter Kläne. Richtig eingesetzt werde sie dabei helfen, immer effizienter zu arbeiten, bessere Kundenerlebnisse zu schaffen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen, so seine Einschätzung. Der Leitgedanke für den Messeauftritt lautet: „Mehr Business mit KI im Küchengeschäft.“

Neu vorgestellt werden soll unter anderem der „AI Showroom“. Endkunden können dort mit wenig Planungswissen eigene Ideen entwickeln. Ausgangspunkt kann beispielsweise ein Foto einer bestehenden Küche oder eine Beschreibung sein. Daraus entstehen Visualisierungen, die auf realen Katalogdaten basieren und anschließend in die professionelle Küchenplanung übernommen werden können. Der Küchenplaner muss damit nicht mehr bei null beginnen, sondern kann direkt auf dem Entwurf des Kunden aufsetzen.

Auch Cyncly Scan, das bereits Anfang des Jahres in Köln vorgestellt wurde, folgt diesem Ansatz. Mit der App lassen sich Räume erfassen und Grundrisse für die anschließende Planung erstellen.

Ein zentrales Gesprächsthema wird natürlich die Übernahme von Imos mit Sitz in Herford sein, nahe der Küchenmöbelindustrie. Das Softwareunternehmen ist vor allem an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung stark. Imos-Lösungen übersetzen Entwürfe in fertigungsreife Daten, beispielsweise Stück- und Schnittlisten, optimierte Nesting-Daten oder CNC-Programme für Maschinen. Cyncly schließt damit eine Lücke im eigenen Angebot. Künftig soll der digitale Prozess durchgängig von der Planung über die Konstruktion bis direkt in die Fertigung reichen. „Dieses letzte Stück direkt auf der Maschine“ habe bislang gefehlt, sagt Kläne.

Zum Jahr 2026 gibt er Folgendes durch: „Es zeigt mir, wie eng Herausforderungen und Chancen in unserer Branche beieinander liegen.“ Während einige Traditionsunternehmen um ihre Zukunft kämpften, investierten andere weiter in Digitalisierung, Automatisierung und neue Geschäftsmodelle. „Dieser Mut zur Veränderung wird über die Zukunft vieler Unternehmen entscheiden.“

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