Bolia, seit 2001 Teil der dänischen Lars Larsen Gruppe, kann fürs Geschäftsjahr 2021/22 wachsende Umsätze verkünden. Um 12 Prozent ging`s rauf auf 1,3 Mrd Dänische Kronen. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern allerdings musste das Unternehmen jetzt einen Rückgang verkraften: Während es im Vorjahr noch 96 Mio Dänische Kronen waren, schrumpfte der Gewinn vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2021/22 auf 50 Mio Dänische Kronen. Zu den Gründen gehören solche, die man man häufig in der Branche hört: steigende Rohstoffpreise, Schwierigkeiten in der Lieferkette. Die Mehrausgabe, so sagt es Bolia-Boss Lars Lyse Hansen, würden aber nicht vollständig auf Verkaufspreise umgelegt werden, weshalb das, was unterm Strich für Bolia, bleibt entsprechend geringer ausfällt.
Trotzdem: Die Expansion, die in den vergangenen Jahren schon ordentlich voranging, soll fortgesetzt werden. 84 eigene Geschäfte zählt das Unternehmen, vor allem in Skandinavien, Benelux und in der DACH-Region. Dazu kommen Webshops in weiteren 30 Ländern und die Einzelhändler, rund 600 sind`s derzeit, mit denen Bolia zusammenarbeitet.
Aktuell konzentrieren sich die Dänen auf Expansion in Deutschland, Holland und Frankreich. Deutschland gehört mittlerweile zum wichtigsten Markt der Kette. Aber auch in Frankreich sehen die Dänen Potenzial: Vor zwei Jahren wurde der erste eigene Store in Paris eröffnet. Seitdem sind Nizza, Marseille, Reims, Cannes, Lille und Lyon dazugekommen. Im vergangenen Jahr ging dazu die erste Bolia-Filiale in Luxemburg ans Netz, die gleichzeitig die größte der Dänen überhaupt ist. Bald sollen Spanien, Singapur und Australien auf der Bolia-Landkarte folgen.
Und nicht zuletzt hat Bolia im B2B-Bereich seine Fühler ausgestreckt. Immerhin konnte der Designmöbelhändler dort seinen Umsatz zuletzt um 28 Prozent steigern.