Das war eine Insolvenz mit Ansage. In der vergangenen Woche schon hatte der angezählte britische Onliner Made.com angekündigt, dass an der Insolvenz wohl kein Weg mehr vorbei führt. Die gewünschten Verwalter von Pricewaterhouse Coopers wurden ebenfalls schon genannt. Am heutigen Mittwoch traten die denn auch offiziell ihr Amt an und wie so oft auf der Insel gab es einen so genannten „Pre-Pack-Deal“. Heißt: Der Investor stand bereits vor der Bestellung der Verwalter parat und bekam dann sogleich den Zuschlag. Durchgesetzt hat sich der Einzelhandelskonzern Next, der Fashion, aber auch Möbel über ein stationäres Filialnetz, aber auch online in großem Stil vermarktet, unter anderem auch nach Deutschland.
Wie schon bei Eve Sleep vor wenigen Wochen (hier stieg Bensons for Beds ein) ging es allerdings nur um Marke, Webseite und weiteres geistiges Eigentum. Die knapp 600 Mitarbeiter von Made.com werden nicht übernommen.
Gegründet worden war Made.com von Lastminute.com-Gründer Brent Hoberman und dem chinesischen Unternehmer Ning Li. Im vergangenen Jahr erst war Made.com an die Börse gebracht worden. Gerade rechtzeitig waren die beiden Gründer ausgestiegen, hatten zusammen mit Investoren aus der Anfangsphase 90 Mio Pfund erhalten.