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Sanierung

Made.com vor dem Insolvenzantrag

02.11.2022 | 13:17

Der britische Online-Möbelhändler, im vergangenen Jahr an der Londoner Börse noch mit 775 Mio Pfund bewertet, steht offenbar vor einem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. 

 

Der Handel der Aktie an der Börse wurde inzwischen eingestellt. Dienstag teilte die Firma mit, dass Pricewaterhousecoopers (PwC) mit der Verwaltung betreut werden soll. Drei PwC-Insolvenzverwalter sollen retten, was zu retten ist. Derzeit verloren sind wohl Gelder aus Kundenbestellungen. Rücksendungen, Rückerstattungen oder Stornierungen von Aufträgen könne man derzeit nicht bearbeiten, schreibt Made.com derzeit auf seiner Website. Bereits seit mehreren Tagen waren neue Bestellungen nicht mehr möglich. Die Suche nach mindestens 45 Mio Pfund frischem Kapital verlief bisher ergebnislos. 

 

Zumindest in Großbritannien gibt es Kunden, die nun wegen Vorauszahlungen in die Röhre schauen könnten. Das berichtet die BBC und liegt ja auch auf der Hand. Made.com hat nun laut BBC weitere zehn Tage Zeit, um eine Lösung zu finden. Der 2011 gegründete Onliner mit 700 Mitarbeitern hatte für das Jahr 2021 noch einen um 38 Prozent auf 434 Mio Pfund angewachsenen Umsatz vermeldet. Doch im ersten Halbjahr 2022 drehte sich das Blatt – da ging der Brutto-Umsatz bereits um 19 Prozent zurück.

 

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