Bis einschließlich Juli 2018 waren Matratzen von Eve Sleep auch in DACH zu haben. Doch der britische Onliner hat sich vom Markt hierzulande zurückgezogen – geblieben ist das Geschäft in Großbritannien, Frankreich und Irland. Eve Sleep, die 2019 noch mit Simba Sleep fusionieren wollten, sind in Finanznöten. Die D2C-Bedding-Marke, die seit Pfingsten nach einem Käufer sucht, hat ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht. Die Umsätze lagen mit 11,6 Mio Pfund 16 Prozent unter denen der ersten sechs Monate 2021 (um 8 Prozent sanken die Umsätze in Frankreich, in UK brachen sie um 18 Prozent ein). Der Vorsteuer-Verlust hat sich binnen zwölf Monaten auf 4,6 Mio Pfund verdoppelt.
Auch die Cash-Bestände haben sich gewaltig dezimiert; von 5,2 Mio Pfund im ersten Halbjahr 2021 auf 1,4 Mio Pfund in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Trotz zahlreicher Einsparungen muss CEO Cheryl Calverley verkünden: „Das Geschäft wurde drastisch eingedampft, wobei der Bargelderhalt unser absoluter Fokus ist.“ Die Unternehmenschefin spricht von „wirklich beispiellos entsetzlichen Marktbedingungen“. Nach wie vor hofft die Firma, dass noch ein verbindliches Kaufangebot eines Investoren eintrifft. Die Zeit dafür ist knapp bemessen. Eve Sleep benötige im Oktober 2022 weitere Finanzmittel, warnte der Vorstand. Ohne den Einstieg eines Investors droht damit eine Insolvenz.