Die Bega-Hausmesse in Lügde läuft schon seit einigen Tagen. Und Bega-Boss Dieter Hilpert hat somit einen guten Einblick in das, was in den Messezentren in Ostwestfalen in den nächsten Tagen zu erwarten ist. Hilpert: „Uns haben das Interesse der Kunden und die Anmeldezahl überrascht.“ Selbst die Kaufbereitschaft sei sehr hoch, sagt der Bega-Gründer.
Am INSIDE-Talk zu den Herbstmessen, moderiert von den Outsidern Nikolaj Wulff und Simon Feldmer, haben neben Hilpert M.O.W.-Chef Bernd Schäfermeier, M.O.W.-Aussteller und Quadrato-Inhaber Claudius Gansbühler, Möbelmeile-Geschäftsführer Michael Laukötter sowie RMW-Boss Rudolf Eikenkötter, auf der Möbelmeile aktiv, teilgenommen. Auch Eikenkötter und Gansbühler berichten von einem tendenziell eher höheren Anmeldestand als im Vorjahr.
Die Vorzeichen sind aber natürlich nicht gut, sie sind eher katastrophal. Der Druck auf allen Seiten ist historisch hoch. Aussteller wie Messeveranstalter berichteten im Talk, dass sie dennoch optimistisch in die nächsten Tage gehen. Liegt irgendwie in der Natur der Sache, sonst würde der ganze Aufwand keinen Sinn machen. Viele Neuheiten sind im bevorstehenden Messeherbst zu sehen, natürlich auch um vielen Preisdiskussionen etwas besser aus dem Weg zu gehen.
Alle Gäste aus der Industrie, die am INSIDE-Talk teilgenommen haben, berichten, dass sie stark auf neue Themen setzen. Eikenkötter: „Wir haben genau hingeschaut und uns gefragt, was hat uns in den vergangenen Wochen die größten Probleme gemacht. Die Versorgung mit massiver Eiche ist so ein Thema. Auf der Messe versuchen wir nun auch Vorschläge zu machen, wie man solche Probleme lösen kann.“ Natürlich wollen die Anbieter über Neuheiten sprechen, über Möbel – und nicht nur über Preise. Die Realität wird eher eine andere sein.
Viele strategische Themen werden im Markt in den nächsten Wochen neu justiert. Schäfermeier: „Es gibt spannende Fragen. Eine ist sicher, wie sich SB neu aufstellt. In welcher Preisklasse wird SB sein in Zukunft?“ Gansbühler: „Es rutscht alles etwas nach oben, klar, wir gehen diesen Weg schon länger. Und bestimmte Eckpreislagen werden einfach verschwinden, die gibt es nicht mehr.“ Hilpert: „Selbst die Hardcore-Discounter haben sich von den untersten Preislagen verabschiedet.“
Insgesamt haben wir 45 Minuten gesprochen. Eingedampft auf 15 Minuten können Sie das Gespräch oben im Video sehen.