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War’s das schon?

Whirlpools EMEA-Geschäft auf dem Prüfstand

08.07.2022 | 14:53

Der Ende Juni in einer italienischen Zeitung veröffentlichte Artikel mit der Überschrift „Whirlpool vor dem Austieg aus Europa“ und dem Verweis auf chinesische und türkische Kaufinteressenten (konkret: Arcelik, Midea, Hisense und Galanz) hatten im italienischen Headquarter für Wirbel gesorgt. Es folgte eine offizielle Stellungnahme, die in dieser Woche online ging. Darin dementierte Whirlpool die konkrete Absicht, Europa zu verlassen.

 

Mit der Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal hatte der US-Konzern Ende April allerdings angekündigt, seine EMEA-Division (Europe, Middle East, Asia) bis zum Ende des dritten Quartals einer „strategischen Prüfung“ zu unterziehen inklusive aller Optionen – auch der, das Geschäft zu behalten, aber auch eines Verkaufs oder eines Joint-Ventures. CEO Marc Bitzer sagte damals in einem Analysten-Call, dass man das EMEA-Geschäft seit 2018 aus einem Verlustbringer zu einem profitablen Bereich gemacht habe. Die aktuelle Performance und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs stimmten demgegenüber nicht so zuversichtlich. Vereinbart wurde nun der Verkauf der russischen Aktivitäten an Arcelik. War’s das jetzt schon mit der strategischen Überprüfung oder war’s das nicht?

 

Im ersten Quartal ist der EMEA-Umsatz auf 1,084 (1,171) Mrd US-Dollar gesunken und das EBIT mit -27 (21) Mio Dollar in die Verlustzone gerutscht. Fürs Gesamtjahr rechnet der Konzern hier mit einer EBIT-Marge von 0 Prozent. Die Halbjahreszahlen dürften in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

 

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