Westwing-Mitgründer Stefan Smalla übergibt zum 1. Juli, nach elf Jahren an der Spitze des Unternehmens, die Geschäftsführung. Als Nachfolger wird Andreas Hoerning vorgestellt. Hoerning ist seit ein paar Monaten als COO beim Münchner Onlinehändler im Dienst, kommt aus der Boston-Consulting-Schule und ist seit nun sieben Jahren bei Westwing.
Smalla scheidet im gegenseitigem Einvernehmen aus dem Vorstand aus, wie es heißt. Zusammen mit Delia Lachance (Fischer) hatte Smalla Westwing zu einem der zentralen Player im Living-Markt gemacht. Die Begründung für Smallas Ausscheiden wird in sehr tragende Worte verpackt: „Es ist eine Kernaufgabe der Gründer-CEOs dafür zu sorgen, dass das Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt an einen neuen CEO übergeben wird.“ So sagt das Smalla zum Abschied. Man wolle die börsennotierte Firma auf ein neues Niveau heben, heißt es bei Westwing. Smalla steht dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite.
Im letzten Jahr konnte Westwing 522 Mio Euro erwirtschaften - rechtet allerdings mit einer Delle um Umsatz 2022. Schon im vergangenen Jahr musste bei Westwing nach dem Corona-Boom aufgrund der angespannten Versorgungs- und Liefersituation sowie der sinkenden Nachfrage in den Krisenmodus geschaltet werden. Der Ukraine-Krieg setzt Westwing zudem stark zu. Für 2025 hatte sich Westwing einst die Milliarde vorgenommen.