Ikea gehörte zu den Firmen, die nach Beginn des Kriegs schnell ihre Geschäfte in Russland gestoppt hatten. Anfang März hatte der Konzern vorerst die Reißleine gezogen. Für sechs Monate sollten alle Gehälter der 15.000 Mitarbeiter weiterhin gezahlt werden. Nun teilt Ikea mit: „Leider haben sich die Umstände nicht gebessert und der verheerende Krieg geht weiter.“ Deshalb hätten die Inter Ikea Group und die Ingka Group nun beschlossen, „die Geschäftstätigkeit von Ikea in Russland und Belarus weiter zu reduzieren“.
Jetzt haben die Schweden drei Maßnahmen bekannt gegeben. Das Einzelhandelsgeschäft in den beiden Ländern bleibe eingestellt, die Belegschaft werde reduziert. Dies bedeute, „dass viele Mitarbeiter betroffen sein werden“. Man plane den Warenbestand in den Häusern zu verkaufen. Auch von den vier eigenen Fabriken und dem dazugehörigen Geschäft in Russland will sich der Konzern trennen und hier ebenfalls Beschäftigte entlassen. Man habe mit der Suche nach Käufern begonnen. Die Im- und Exporte von und nach Russland und Belarus bleiben ebenfalls gestoppt. Folge: Die für Einkauf und Logistik zuständigen Büros in Moskau und Minsk werden „dauerhaft geschlossen“.