Seit mehr als zehn Jahren setzt der Büromöbelhersteller Hammerbacher in der Produktion auf FSC-zertifizierte Holzprodukte. In der Zentrale in Neumarkt arbeiten 70 Menschen, knapp 200 in der Fertigung in der Slowakei. Die Möbel sind mit dem FSC-Mix-Label ausgezeichnet. Nun wird die 1887 gegründete Neumarkter Firma in Uganda 250 ha an degradierter Fläche wieder aufforsten, ebenfalls nach FSC-Kriterien. Bei den Flächen handelt es sich laut FSC Deutschland um Wälder, die nicht länger imstande sind, ihre Ökosystemdienste zu leisten. Die Größe der Fläche ist so gewählt, dass im langjährigen Durchschnitt etwa 1.800 t CO2 aufgenommen werden, was etwa dem CO2-Ausstoß der Firma zu entspricht. In den nächsten fünf Jahren sollen jeweils 50 ha, insgesamt 250 ha, naturnaher Wald aufgeforstet werden.
Das Projekt umfasst auch die Pflege und Betreuung des entstehenden Waldes. Auch zuvor schon hat Hammerbacher Hilfsprojekte in Uganda unterstützt, etwa eine Bildungsinitiative für ehemalige Kindersoldaten.
Geschäftsführer Bernhard Hammerbacher sieht es so: „Besonders wichtig ist uns, dass auch die lokalen Communities vor Ort in die Wiederherstellung von Waldflächen eingebunden sind. Somit spielt neben der ökologischen auch die soziale Komponente eine tragende Rolle“. Und Junior-Chef Christoph Hammerbacher: „Als Familienunternehmen ist uns das Thema Enkeltauglichkeit und Nachhaltigkeit besonders wichtig. Ein reines Kaufen von Carboncredits, um unseren CO2-Ausstoß zu kompensieren, erschien uns zu kurzsichtig und einseitig.“