Zwei Mal hat man sich getroffen. Kurz nach Ostern kamen Sonja Krieger und Alexander Höner zusammen, in den letzten Tagen traf sich nochmal eine größere Runde. Bei den Krisentreffen war durchaus Druck drauf: Es ging um die fristlose Kündigung Ende März. Die Musterring-Inhaberfamilie Höner hatte KHG die Musterring-Lizenz fristlos gekündigt, nachdem an sechs Standorten, die (noch) gar eine Lizenz hatten, immer wieder mit Musterring geworben worden war.
Die anderen Marken (Set one und Gallery M) waren nicht betroffen von der Maßnahme, aber in Schönefeld wurde die Kündigung dennoch nicht gerade erfreut zur Kenntnis genommen.
„Wir haben uns nun aber freundschaftlich geeinigt und einen Weg gefunden, der für beide Seiten auch in diesen schwierigen Zeiten im Markt akzeptabel ist“, sagt Alexander Höner am Dienstagmorgen. Aus der fristlosen Kündigung bei Musterring wird nun eine fristgerechte. Heißt: KHG wird bis Ende 2023 an den vereinbarten Standorten Musterring vermarkten, auch mit Neuware. Ende 2023 ist dann Schluss. Bei Set One geht es früher auseinander. Schon Ende Juni. Davon wiederum sind alle Kraft-Standorte, ein Höffner-Haus und die KHG-Onlineshops betroffen. Außen vor ist Gallery M. Die Lizenz bleibe von den Maßnahmen außen vor.
Ob es nicht auch die Möglichkeit gegeben hätte, sich doch wieder auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bei Musterring zu einigen? Höner: „Das war aktuell nicht möglich, aber wir gehen im Guten auseinander. Und man weiß ja nie, was die Zukunft bringt.“ Für beide Seiten ist die Trennung sicher ein Verlust. Höffner verliert die mit bekannteste Möbelmarke im Land. Musterring einen großen Umsatzträger.
Sonja Krieger scheidet auch aus dem Modellreferat aus, das allerdings gleich.