Viel Holz kommt aus Russland und Belarus, sehr viel Holz. Und deshalb ist die Entscheidung der Zertifizierungs-Organisationen PEFC und FSC von großer Tragweite.
Der Vorstand von PEFC International hat schon vor ein paar Tagen Holz aus Russland und Belarus als „Konfliktholz“ eingestuft. Für PEFC-zertifizierte Produkte kann es somit nicht mehr verwendet werden. Für den Möbelmarkt bedeutsam ist auch die Entscheidung des FSC, die nun verkündet wurde: „FSC stoppt die Verwendung von Materialien aus Russland und Belarus in zertifizierten Produkten.“ Aufgrund der Verbindung des Forstsektors in Russland und Belarus zum bewaffneten Konflikt der Länder gegen die Ukraine, so formuliert es FSC, untersagt FSC den Handel von FSC-zertifiziertem Material oder kontrolliertem Holz aus diesen Ländern.
Der Schritt wurde erwartet. Er war unvermeidbar. Die durchaus komplex organisierten FSC-Gremien mussten handeln. Er wird im Möbelmarkt viele vor noch größere Probleme stellen. Es gilt eine Frist von 30 Tagen. Getroffen hat der FSC die Entscheidung am 8. März. „Die Entscheidung wird wirksam am 8. April, 30 Tage nach Veröffentlichung des überarbeiteten Controlled Wood Risk Assessments (Risikobewertung) für Russland und Belarus.“
Die Entscheidung gilt erstmal, solange der bewaffnete Konflikt andauert.