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Die nächste Stufe

Deinschrank.de investiert in Produktionspartner

09.11.2021 | 13:20

Irgendwann werden die guten Innovationsthemen immer vervielfältigt und ploppen an verschiedenen Orten auf. Im Markt für Möbel nach Maß ist das auch so. Sonja Krieger ist nicht umsonst bei schrankwerk.de in Rheine eingestiegen. Der Aufbau einer eigenen Maßmöbel- Produktion unter Krieger-Regie zieht sich jedoch scheinbar (INSIDE 1112).

 

Den Kunden zum Konstrukteur seiner Möbel zu machen, das Thema treiben Kleine und Große im Markt voran. Der Online-Maßmöbel-Markt wächst. Vornedran auf der Welle fährt Deinschrank. de. Gisela Cousland, Mitgründerin in Frechen, empfindet den teils neuen Wettbewerb als keineswegs bedrohlich. „Für mich ist nur logisch, dass das Thema in die Breite geht“, sagt sie. Es sei für sie immer wieder faszinierend, was Kunden alles können und mit welchen speziellen Vorstellungen, aber auch Fähigkeiten, sie ihre Möbel planen.

 

Deinschrank.de liegt nach dem Boomjahr 2020 auch 2021 im Plus. Der Sprung ist aber nicht mehr so groß wie im Vorjahr. 155 Mitarbeiter sind in der Produktion in Rheinbach und in der Zentrale in Frechen mittlerweile beschäftigt. Es werden Monat für Monat mehr. Ein neuer Konfigurator wird gerade in der Betaversion in den Niederlanden getestet und soll bald auch auf der deutschen Hauptseite die Möbelkonstruktion ein weiteres Mal vereinfachen. Die Visualisierung des Möbels im Livemodus der Konstruktion ist nur ein kleiner neuer Meilenstein.

 

Nach der Automatisierung und Digitalisierung in der eigenen Produktion – ein Projekt, das weit vorangeschritten ist – wird gerade kräftig in das Onboarden weiterer Produktionspartner investiert, um die Deinschrank-Produktion weiter zu beflügeln. „Wenn wir bei einem Produkt oder einem Material zu dem Schluss kommen, dass ein anderer das Teil besser kann, dann muss es ein anderer machen. Das ist unsere Philosophie“, sagt Cousland.

 

Zusammen mit dem Maschinenhersteller Homag geht es seit Jahren Schritt für Schritt in der Produktion voran. Menschen stehen noch oft an den Maschinen, die Bauteile fahren aber nur noch Roboter durch die Gänge. „Wir produzieren Möbel, aber wir produzieren vor allem ganz viele Daten“, sagt Cousland (INSIDE 1116).

 

Bei Homag sieht man die Zusammenarbeit mit Deinschrank.de als „Leuchtturm“. Und dieser Leuchtturm soll nun in der Lage sein, kleine und große Partner, Schreinereien, Innenausbauer und auch Möbelhersteller in den Deinschrank-Produktionsprozess so einzubinden, dass die schnelle Produktentwicklung möglichst nie vor technischen Hindernissen steht. Ob Glas oder Lack im Korpus (Lack gibt’s bei Deinschrank.de bisher nur auf der Front – und die Lackfronten kommen auch von einem Partner) oder einfach auch nur mehr Breite im Sortiment: „Produktentwicklung ist ein wichtiges Thema, bei dem wir schnell sein müssen“, sagt Cousland. Für Küchen gilt der Satz (bisher) noch nicht in Frechen.

 

Sieben Produktionspartner sind bislang eingebunden. Das Homag-System verlangt von den Partnern allein, dass er über onlinefähige Maschinen verfügt. Wenn dem so ist und der Partner in Deutschland sitzt, kann er Teil der chaotischen Teileproduktion in Rheinbach werden. Kommissioniert wird in Rheinbach – oder direkt beim Partner.

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