Die belgische Möbelindustrie hat im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,6 Prozent zugelegt, meldet der belgische Branchenverband Fedustria. Die Vergleichszahlen aus dem Jahr 2020 sind auch im Nachbarland sehr niedrig, doch auch im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Corona, konnte der Umsatz um 12,1 Prozent zulegen. Die 725 belgischen Unternehmen erwirtschafteten mit 9.906 Mitarbeitern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,179 Mrd Euro. Im Jahr 2020 konnte die Möbelindustrie 2,07 Mrd Euro umsetzen.
Auch der Export legte im ersten Halbjahr zu. Die belgische Möbelindustrie konnte Möbel im Wert über 861 Mio Euro ins Ausland ausführen. Die wichtigsten Auslandsmärkte für sind nach wie vor Frankreich, Niederlande und Deutschland. Der Exportanteil liegt bei 57 Prozent.
Im September sind die belgischen Behörden noch von einem Wirtschaftswachstum von 5,7 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2022 wird mit einem Wachstum von 3 Prozent gerechnet. Ob dieses starke Wachstum wirklich erreicht werden kann und wie weit die Möbelindustrie davon profitieren kann, hängt mit der Entwicklung der Pandemie zusammen, die momentan alles andere als rosig ausschaut. Obwohl Belgien eine höherer Impfquote als Deutschland hat, liegt die 7-Tage-Inzidenz im Land mit 672 deutlich höher als in der Bundesrepublik. Weiterer Knackpunkt auch dort: Die Zulieferproblematik und Preissteigerungen in Belgien. „Die Unternehmen bleiben allerdings bei ihrer positiven Haltung und investieren weiter in Innovation und Produktentwicklung“, schreibt Fedustria.