Mittlerweile fahren Deutsche zum Tanken in die Schweiz. Dass es einmal so weit kommt, ist kurios. Bis Deutsche ihren Möbel-Einkaufsbummel auch mal lieber in der Schweiz verlegen werden, wird es noch bisschen dauern. Doch das Preisniveau im Nachbarland fällt. XXXLutz pflügt den Markt um.
Mit Karacho erobert seit drei Jahren die XXXLutz-Gruppe den Schweizer Möbelmarkt und bringt den Schweizer Möbelhandel weiter in Bedrängnis. Aber nicht nur den. Auch die Industrie kämpft.
Wir haben für die neue INSIDE-Ausgabe, die an diesem Freitag erscheint (hier können Sie den Artikel im E-Paper lesen), den Schweizer Markt ins Visier genommen, mit Kunden auf dem Pfister-Parkplatz in St. Gallen gesprochen, uns durchs Händler- und Herstellerlager telefoniert. Herausgekommen ist die Titelstory: „Zwei Jahre nach dem Lutz-Wumms – Stimmen aus der Schweiz.“
Vor drei Jahren wurde der erste XXXLutz in Rothrist eröffnet. Der eigentliche Paukenschlag kam aber vor zwei Jahren: Durch die Übernahme des Schweizer Monolithen Pfister samt Egger, Hubacher und Svoboda und von sechs inzwischen in Mömax umgewandelte Interio-Filialen ist die Gruppe auf bald 30 Standorte gewachsen und bereits jetzt die Nummer zwei im Markt nach Ikea. Ikea Suisse ist aktuell im Schweizer Markt umsatztechnisch der große Gewinner. Doch Wels zieht weiter an: Allein für Mömax Schweiz steht ein kurzfristiges Expansionsziel von 15 Filialen im Raum. Kommt die Beteiligung an den 22 Filialen von Confo Suisse, dem zumindest die österreichische Wettbewerbsbehörde nicht widersprochen hat, ist der Weg zur Nummer eins ganz sicher nicht mehr weit.
Erstmal steht nun aber die Eröffnung der Pfister-Filiale in Affoltern am Albis am 15. November an – der ersten neue Pfister-Filiale seit zehn Jahren. 13.000 qm wird sie groß sein. In Affoltern wird auf rund 650 qm auch das nun vierte Pfister-Küchenstudio in der Schweiz stehen. Erstmals bekommt ein Pfister auch ein eigenes Restaurant.