Zum Hauptinhalt springen

 

 

 

Storytelling aus Schweden

Hästens macht ein Bett wie einen Sneaker

05.11.2021 | 10:41

Ein kariertes King-Size-Bett für 20.000 Euro muss man auch verkaufen können. Der schwedische Bettenhersteller Hästens ist damit bekanntlich sogar zum Kult geworden. Das Familienunternehmen, in der fünften Generation von Jan Ryde geführt, hat in der Pandemie nochmal zugelegt. Leute, die Geld haben, haben es gerne ausgegeben.

 

Wie man hört, gerne auch für Hästens-Betten. Der Umsatz in Asien und den USA ist fast ein wenig explodiert. Auch in Europa ging es voran. Ralph Röhr, Country-Manager in Deutschland, sagt: „Wir können uns absolut nicht beklagen. Es lief bislang sehr gut in diesem Jahr.“

 

Zwei, drei Händler kamen dazu. Witzigerweise ist sogar ein Hästens-Kunde darunter, der die Betten so toll findet, dass er sie nun selbst verkauft in Singen am Bodensee. Ohne harte Verkaufsgespräche, kann man erahnen: Lange Lieferzeiten kennen die Schweden auch in Zeiten der katastrophalen Verfügbarkeiten nicht. Vier bis sechs Wochen – dann hat der Luxusschläfer sein neues Bett.

 

Wenn man jetzt meint, es wären nur die gut situierten Mittvierziger und die honorige Kundschaft alterstechnisch aufwärts, die gerne auf einem Hästens-Bett schlafen wollen, der irrt. Im Sommer gab das US-Label Supreme eine Kooperation mit den Schweden raus, die in den sozialen Netzen ordentlich einschlug.

 

Derweil ist das Hästens-Bett Maranga kein Sneaker oder Skateboard, sondern wirklich ein Bett. Man kann es einfach so beschreiben: Statt blau-weiß ist es rot-weiß kariert – und mit Supreme-Logos übersäht. Verkaufsstart war im September. 10.000 Dollar aufwärts kostet die Variante. Man kann es auch nicht einfach kaufen. Man muss sich bewerben.

 

Die Stückzahl, die die Schweden davon produzieren wollen, halten sie geheim. Der Hype soll Flügel bekommen. Greift man mobil auf die Hästens-Seite zu, kann man mit dem Supreme-Bett auch selber mit einer recht cool gemachten AR-Funktion fliegen. Und später aus Betten eine Wertanlage machen. So kann man offenkundig auch Möbel verkaufen.

Login

Hier zum Newsletter anmelden: