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Personal-Offensive

Lutz macht kräftig Wind

13.09.2021 | 16:29

„Möbelhändler sucht Mitarbeiter in Deutschland – XXXLutz will Personalstand kräftig aufstocken.“ So schrieb das Ende der vergangenen Woche die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Lutz-Sprecher Thomas Saliger kommt zu Wort – mit einer beachtlichen Zahl. Allein in Deutschland seien im kommenden Jahr 2.000 neue Stellen geplant. 

 

Im Onlinehandel und ins stationäre Geschäft wird nun weiter investiert. Rund 100 Mio Euro allein in Österreich – in ein neues Büro zur Steuerung des Onlinekanals mit mehr als 200 Mitarbeitern, für das man in Wels demnach mehr als 50 Mio Euro locker macht. 

 

Zuletzt machte schon öfter im Markt die Runde, die Lutz-Gruppe mache mittlerweile eine halbe Milliarde Euro Umsatz im E-Commerce. Und die Zahl wurde nun auch der FAZ so gesteckt. Mehr als zehn Prozent des Umsatzes kämen aus dem E-Commerce bei Lutz mittlerweile. Die Lutz-Gruppe macht knapp über 5 Mrd Euro Umsatz. Saliger zur FAZ: „Wir haben schon jetzt mehr als 500 Mitarbeiter, die unsere Onlineaktivitäten steuern, programmieren und planen. Aber der Bedarf legt weiter zu, nicht zuletzt wegen der Corona-Krise.“ 

 

In Österreich sollen bis 2024 zusätzliche 900 Stellen besetzt werden. Davon soll auch der Digital-Bereich profitieren: Der zusätzliche Standort für die Digital-Einheit wird in Linz hochgezogen. Derzeit sind 200 österreichische Mitarbeiter im Digital-Bereich tätig, konzernweit sind es 500. Gesteuert werden alle digitalen Aktivitäten aus dem E-Commerce-Headoffice in der Lutz-Zentrale in Wels. Zusätzlich gibt es bislang Büros in Würzburg, Koblenz/Görgeshausen, Graz, Wien, Prag und Barcelona. Derzeit sind weitere 50 neue Jobs für die Zentrale in Wels ausgeschrieben. Vor allem Projektmanager und Programmierer seien gesucht, heißt es. 

 

Neben Stellen im E-Commerce und Filialen werden auch welche in der Logistik entstehen: Das Zentrallager Sattledt wird gerade für 32 Mio Euro ausgebaut. Ab Juni des nächsten Jahres kommt so eine zusätzliche Bruttolagerfläche von 68.000 qm hinzu. Hier entstehen 60 Jobs. Neue Filialen in Österreich gibt es ebenfalls. Im Dezember eröffnet ein Möbelix in Micheldorf. Für April 2022 ist der Start des Neubaus von XXXLutz und Mömax an der Hafenstraße in Linz geplant (Abbruch ab November 2021). Neueröffnet wird in Linz dann im Herbst 2023. In Wels selbst wird 2022 zwischen Mai und Oktober das komplette Einrichtungshaus erneuert, wobei neben einem völlig neu gestalten Mömax auch ein zentrales Fotostudio entstehen wird (15 Mio Investment, 20 neue Mitarbeiter).

 

In Deutschland wurde zuletzt am Erfurter Kreuz ein E-Commerce-Logistikzentrum für mehr als 100 Mio Euro in Betrieb genommen. Dort sind ebenso neue Jobs zu besetzen, wie in den Filialen. Neue Häuser sollen bekanntlich in Heidelberg, Hagen, Gera und Bayreuth eröffnen. Neben der Digitalisierung dürfte hierzulande vor allem der Ausbau der Mömax-Schiene unter Volldampf weitergehen. 

 

In Deutschland beschäftigt der Möbelhandels-Marktführer inzwischen 11.000 Menschen, ausgebildet wird in inzwischen 15 Berufen. Gerade wurden wieder 1.000. neue Auszubildende begrüßt, bei einer zentralen digitalen Veranstaltung, die von Würzburg aus live und öffentlich per Facebook und Youtube gestreamt wurde. In Österreich konnte die Gruppe in diesem Jahr 150 der 650 Ausbildungsplätze noch nicht besetzen.

 

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