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Neues aus Wels

Nachhaltigkeitslabel und Küchen für Giga

30.08.2021 | 17:15

In der vergangenen Woche fand in Wels, in der Heimatstadt des Möbelhandelsmarktführer XXXLutz, die Giga-Verbandsmesse statt. Giga ist als Lutz-eigener Möbeleinkaufsverband auch zuletzt wieder mächtig gewachsen. Zum ersten Mal war Lutz-Frankreich-Neuzugang Conforama auf der Messe unterwegs. Eine eigene Verbands-Tochter Giga France ist mittlerweile gegründet. Mit But gehört ja auch noch ein zweiter aus den französischen Top 3 zu Lutz.

 

Alle Giga-Mitglieder, das wurde auf der letzten Verbandsmesse in Wels deutlich, werden nun einen deutlichen Zahn zulegen müssen, was den größten Großtrend dieser Zeiten aus Verbrauchersicht, das Interesse für nachhaltig produzierte Produkte, angeht. Die rund 100 Aussteller wurden in Wels darüber ins Bild gesetzt, dass hier neue Anforderungen definiert werden. Ein eigenes Label für nachhaltige Möbel ist für alle Giga-Händler bereits entwickelt. Muss aber noch von den Gremien abgesegnet werden. Giga-Geschäftsführer Gerald Socher: „Wir wollen das so schnell wie möglich umsetzen und in den Ausstellungen sichtbar machen.“ So schnell wie möglich heißt in diesem Fall in den nächsten zwei Jahren. Der Kriterien-Katalog muss erstmal aber noch genau definiert werden. Da geht es um alle Beteiligten entlang der Lieferkette, ums Material, um die Logistik. Und den neuen Anforderungen (FSC-Label wird heute bereits gefordert) muss sich Giga-Lutz dann natürlich auch im eigenen Sourcing stellen, auch in Asien. Socher: „Das ist uns klar. Und da sind wir mit eigenen Teams vor Ort auf einem guten Weg.“ 

 

Nicht zu 100, aber zu 50 Prozent gehört bald (das finale Closing des Deals wird für Anfang Oktober erwartet) ein Großteil der Roller-, Tejo- und Schulenburg-Häuser der Tessner-Gruppe aus Goslar zur Möbel-Nummer 1 im deutschsprachigen Raum. Nicht im Tessner-Paket enthalten war einst bekanntlich der Küchen-Filialist Meda Küchen mit Sitz in Oberhausen. Zum Filialnetzwerk von Meda gehören aktuell 23 Häuser, überwiegend in NRW. Aber es gibt auch Standorte außerhalb Nordrhein-Westfalens unter anderem in Würzburg, Berlin, Ludwigshafen. Hauptlieferanten von Meda sind Nobilia, Häcker, Nolte, Siemens, Bosch, Miele, AEG.

 

Ein Satz in der Giga-Meldung zur Verbandsmesse ließ am Wochenende dann wiederum aufhorchen. Der deutsche Lutz-Einkaufschef Helmuth Götz wurde wie folgt zitiert: „Schon jetzt freuen wir uns, wenn in den kommenden Verbandssitzungen Möbel Schulenburg und später Meda Küchen uns mit ihrem Know-how unterstützen.“ Hat sich Lutz mittlerweile doch auch wie lange spekuliert an Meda beteiligt? Bei Giga gibt es bislang schließlich keine Mitglieder, an denen Lutz keine Anteile hält. Giga-Geschäftsführer Gerald Socher klärt auf: „Es hat sich nichts an den Beteiligungsverhältnissen geändert. Meda Küchen wird das erste Giga-Mitglied, an dem die Lutz-Gruppe keine Beteiligung hält.“ Und der erste reine Küchen-Filialist im Giga-Reich.

 

Der Giga-Beitritt von Meda Küchen wird nach dem Closing des Tessner-Deals erfolgen. Von da an greifen die Meda-Macher dann offiziell auf die Giga-Konditionen zu.

 

Ein kleiner, aber wesentlicher Aspekt am Rande der Giga-Messe war die Teststrategie. Zehn Teststraßen waren installiert. Jeder Messebesucher musste sich – egal, ob geimpft oder genesen – jeden Tag testen lassen vor der Halle. Drei positive Fälle wurden so in den drei Messetagen herausgefischt, bevor sie in die Halle durften. Und dann wieder heimgeschickt. Zwei der Corona-Positiven vor den Toren der Giga-Messe in Wels waren übrigens geimpft.

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