Ende nach mehr als 80 Jahren: Die Emil Breckle GmbH wird die Matratzenfabrik in Bietigheim zum 30. April 2022 schließen. Das teilte das Unternehmen heute mit. Die Werksschließung beziehe sich ausschließlich auf das Matratzenwerk am Standort Bietigheim. „Alle weiteren Breckle-Standorte und -Gesellschaften sind davon nicht betroffen“, so das Unternehmen. Sind ja auch in unterschiedlichen Händen.
Den mehr als 110 Angestellten in Bietigheim sichere man bis zum Ende April des kommenden Jahres eine Fortbeschäftigung mit voller Lohnzahlung und umgehender Beendigung der Kurzarbeit zu.
„Die letzten Jahre waren mit erheblichen Verlusten für das Unternehmen verbunden“, sagt Inhaber Gerd Breckle zitieren. Auch im laufenden Geschäftsjahr zeichne sich keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ab. „Wir haben es trotz massiver Anstrengungen nicht geschafft, den Standort Bietigheim zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Insbesondere die Corona-Krise und damit stark sinkende Verkaufszahlen bei gleichzeitig hohen Kosten haben uns zu diesem extrem schwierigen Schritt bewogen, der uns nach so vielen Jahren erfolgreicher Tätigkeit überaus schwerfällt.“
Die Produktion werde fortgeführt, bestehende Aufträge würden erfüllt werden, teilt die Firma mit. Die Finanzierung dafür sei gesichert. Mit großem Bedauern teile man die Schließung mit.
Gerd Breckle: „Selbst optimistische Zukunftsplanungen lassen keine realistische Hoffnung zu, dass das Matratzenwerk in Bietigheim in der aktuellen Struktur und Größe wieder nachhaltig wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Inhaberfamilie dankt allen, insbesondere den vielen langjährigen Mitarbeitern, für Ihren Einsatz und ihre hervorragende Mitwirkung an der erfolgreichen Unternehmensgeschichte der Emil Breckle GmbH.“