Die Restrukturierung des einstigen österreichischen Marktführers Kika/Leiner wird weiter ordentlich abgefeiert. Vor ein paar Tagen zum Beispiel mit der „Neueröffnung nach Totalumbau“ des Kika-Hauses in St. Pölten, also am Sitz des österreichischen Möbelfilialisten aus dem René-Benko-Reich. Da kam dann nicht nur Benko himself, sondern auch die Politprominenz. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gratulierte und ließ sich im Reigen der Männer am roten Band fotografieren.
Es ist weiter Bewegung beim Begros-Händler aus St. Pölten. Reinhold Gütebier, 69, hat seinen Vertrag ja schon vor Monaten um weitere drei Jahre verlängert. Nach den acht Filialen, die im laufenden Geschäftsjahr neu gemacht wurden und werden (Stichtag des Leiner-Geschäftsjahres ist der 30.9.) stehen im nächsten Geschäftsjahr wieder sechs Häuser auf dem Umbau-Plan.
Zudem stehen da Neueröffnungen des neuen Küchenablegers Eskole, der im vergangenen Dezember mitten in den Lockdown rein in Graz mit seinem Pilothaus ans Netz ging. Weitere Eskole-Häuser folgen: im September in Linz, im Oktober in Wien, im nächsten Frühjahr in Salzburg – und, logisch, demnächst dann auch in Deutschland. Gütebier hält weiter fest an den Plänen, über die Grenze zu expandieren: mit einem Leiner, mit Eskole-Ablegern. Ein eigenes Team wird nun aufgebaut, das die Expansion außerhalb der Landesgrenzen planen soll.
Hauptlieferanten von Eskole sind Häcker und der Norditaliener Modulnova aus Prata di Pordenone. Auch Leicht und Team 7 sind im Boot. Gütebier: „Die Entscheidung, mit Eskole direkt da anzusetzen, wo der Leiner preislich aufhört, war genau richtig.“ Zur Lage insgesamt sagt Gütebier: „Wir haben im vergangenen Herbst ohne neue Lockdowns einzurechnen die Planung für das laufende Jahr gemacht. Trotz insgesamt rund zwölf Wochen Schließung werden wir alle Ziele erfüllen.“ Heißt laut Gütebier: zweistelliges Wachstum.