„Wer nicht kooperiert, verliert“
Garant kauft künftig für ABK ein
Am Montag fand im Vorfeld der Ordermesse ABK Open in Halle/Westfalen die Gesellschafterversammlung des Bettenfachhandelsverbands ABK aus Gütersloh statt. Überraschungsgast war Garant-Geschäftsführer Jens Hölper, der gemeinsam mit ABK-Geschäftsführer Thomas Fehr und dem ABK-Aufsichtsrat über einen neuen Deal informieren durfte, den man seit rund einem Jahr vorbereitet hatte.
Eine Absichtserklärung ist unterzeichnet: Garant soll in Zukunft Zentralregulierung und Einkauf für ABK übernehmen. Mit insgesamt 1.800 Mitgliedern und der zusammen mit dem EMV gegründeten Einkaufsgesellschaft EMMK wirft Rheda-Wiedenbrück einiges an Gewicht in die Waagschale. Zu ABK gehören über 100 Händler. ABK und der Garant-Spezialverband „Gutes Schlafen“ bringen es im deutschen Bettenfachhandel auf insgesamt 250 Händler mit knapp 300 Standorten und sehen sich gemeinsam als künftiger Marktführer.
Der Gesellschafterbeschluss zum Kooperationsvertrag soll nach Möglichkeit Ende September fallen, die operative Zusammenarbeit Anfang 2022 starten. Während man bei Sortimentsgestaltung und Beschaffung enger zusammenrücken will, werden die etablierten Handelsmarken Royal Dream und Aventura (ABK) sowie Morgana, Notturno und Garant Collection (Garant) weiterhin separat vermarktet. Vor Ort in Richtung Endverbraucher will man sich weiter abgrenzen.
Den ABK-Gesellschaftern soll künftig auch eine Zweitmitgliedschaft bei Garant ermöglicht werden, damit Dienstleistungen genutzt werden können. ABK-Geschäftsführer Fehr fasst zusammen: „Uns ist klar, dass man in einem sich so stark verändernden Markt Kräfte bündeln muss – wer nicht kooperiert, verliert. Gleichzeitig ist es uns wichtig, das zu bewahren, was die ABK als Händlergemeinschaft immer ausgemacht hat: intensive Sortimentsarbeit, starke Eigenmarken-Kollektionen und ein enges und vertrauensvolles Miteinander etwa in den Erfa-Gruppen. Im Bereich des Bettenfachhandels sind die Mitglieder bzw. Gesellschafter von ABK und Garant strukturell und in ihrer Ausrichtung sehr ähnlich aufgestellt – wir sind daher sicher, dass das gemeinsame Vorgehen den Anschlusshäusern beider Gruppierungen erheblichen Nutzen bringt.“ Klar, dass man auch in Rheda profitieren will. Jens Hölper: „Zusammen mit den ABK-Häusern repräsentieren wir die größte Händlergruppierung im Bettenfachhandel und bauen damit unsere strategisch führende Position im Beschaffungsmarkt auch für unsere eigenen Mitglieder weiter aus. (…)“