Die Preisabsprachen in der Holzwerkstoffindustrie während der 2000er Jahre, für die verschiedene Unternehmen und verantwortliche Personen Strafen zahlen mussten, hallen noch auch zwanzig Jahre später noch nach. Nach wie vor gibt es auf den Holzwerkstoffmärkten nur wenige große Player. In Zeiten von Preissteigerungen erinnert man sich in der Branche. So hatte Bonn während der Pandemie 2021 „Untersuchungen zu hohen und stark ansteigenden Verkaufspreisen bei Spanplatten“ durchgeführt, es aber bei dieser Beobachtung belassen.
„Sollten sich konkrete Anhaltspunkte ergeben, denen zufolge die Verkaufspreise trotz sich verändernder Rahmenbedingungen nicht nachgeben oder sogar weiter steigen, behält sich die Beschlussabteilung ein erneutes Aufgreifen auch anhand von Musterverfahren gegen einzelne Hersteller vor“, hieß es damals.
Als kürzlich, Mitte März, wieder flächendeckend Preisanpassungen und Teuerungszuschläge verkündet wurden, die die Holzwerkstoffindustrie mit gestiegenen Chemikalien- und Energiepreisen sowie Transportkosten begründete, wurde innerhalb der Möbelindustrie erneut Unmut laut.
Beim Verband der Deutschen Möbelindustrie VDM in Bad Honnef sind aus Mitgliederkreisen insgesamt