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Best of 2025: Die INSIDE-Sommer-Tour
Von Classicon über Rodemann bis Drifte
Timotheus Günak, Oliver Holy (re.)
Im Sommer waren wir auf Tour. Wir haben Station gemacht bei Classicon, Rodemann, Fahnenbruck, Küchenatelier im Schloss, Metallbude und Drifte – und in einem langen Sommer gute Gespräche geführt über die Lage, über Rezepte und Ideen. Wir spulen an dieser Stelle zurück auf Sommer 2025.

Was haben wir mitgenommen? Wie immer, wenn man rausgeht und sich umsieht: neue Eindrücke. Ende Juni, 30 Grad in München, besser gesagt, in den Outskirts von München. München-Riem, Gewerbegebiet. Wir kurven um dröge, graue Hallenbauten herum. Logistik- und Lagerhallen halt, so grob hinter der Neuen Messe in Riem. So richtig schick sieht’s hier eigentlich nicht aus. Sagen wir's mal so: zweckmäßig. Angekommen am Sigmund-Riefler-Bogen 3 im Münchner Osten. Ein langgezogener Beton-Cube, eine imposante Glasfassade. Mitten hier im Gewerbegebiet? Schon seit einigen Jahren sitzt das Münchner Label Classicon hier, eigentlich nur eine halbe Stunde entfernt von der INSIDE-Redaktion in München-Schwabing. Der Out­sider ist zum ersten Mal hier. Wie so oft. Das Gute liegt manchmal so nah.

Von Classicon bis Metallbude – das war die Idee dieser Sommer-Tour. Wir wollten hören, wer es wie macht. Wer sich von was verabschiedet. Und wer auf was setzt in diesen seltsamen Zeiten, in denen nichts von selbst geht, in denen viele große Sorgen haben und die Hochkonjunktur so weit weg ist wie friedliche Zeiten in der Welt. Und in denen doch trotzdem so viel gute Energie im Markt unterwegs ist. Die Offenheit für Neues ist spürbar. Mehr noch. Vielen geht der Umbruch im Möbelmarkt, der auf Kunden einfach immer noch viel zu oft so oll wirkt, viel zu langsam. Und fragen sich: Dauert das nicht alles viel zu lange? Geht auf dem Weg nicht viel zu viel kaputt? Wann hört der Markt endlich auf, Preis (so wichtig gute Preise auch sind) statt Herz zu verkaufen? Wann nimmt er Kundennähe wirklich ernst?

Zack. Schon wird’s schwierig. Jede Verallgemeinerung ist falsch. Das ist uns auch auf der Sommer-Tour mal wieder deutlich geworden. Denn es gibt eben einfach viel zu viele in Industrie und Handel, die schon so viel weiter sind.

Führung durch den Showroom: Timotheus Günak
Headquarter mit Energie: Classicon im Münchner Osten
Von Klassik bis Contemporary: Eileen Gray bei Classicon
Von Klassik bis Contemporary: Eileen Gray bei Classicon
Tomorrow: In future, ClassiCon will focus even more on its core values ...

Wir haben uns auf dieser Tour ganz bewusst dem Mittelstand gewidmet und sind unterwegs gewesen. Die Stationen: Classicon, München; Ideenhaus Rodemann, Bochum; Küchen­atelier im Schloss, Herzebrock-Clarholz; Metallbude, Detmold; Wohnwelt Fahnenbruck, Voerde; Drifte Wohnform, Moers. Es war alles dabei. Nicht alles passt in dieser Geschichte. Wir holen noch öfter aus in den nächsten Wochen, kommen auf die Stopps an den verschiedensten Stellen zurück.

Gemein ist allen eins: Die Leute, die wir besucht haben, haben große Lust. Sie spüren, es geht was. Das Jahr ist zumindest bei den Unternehmerinnen und Unternehmern, die wir besucht haben, keine Katastrophe. Ach, wir schreiben es einfach mal hin: Es gab so viele Signale, so viel Feedback, dass es fast ein bisschen strahlt wie Licht am Ende des Tunnels.

Fokus Social-Media

Strategische Fragen stehen derzeit sehr weit oben auf der Agenda – überall. Der Möbel- und Küchenmarkt richtet sich neu aus. Und wenn sich der hier schreibende Outsider vor Augen ruft, was ihm auf der Tour alles begegnet ist, dann wirkt das ordentlich nach. Eine klare Erkenntnis: Social Media ist überall zentraler Baustein, Handwerklichkeit und die individuelle Lösung, die sich von der Konkurrenz auf der großen Fläche absetzt – und das persönliche Engagement der Inhaberin, des Inhabers, die Kollegen im Verkauf unablässig zu motivieren. Oder selbst als Frontfrau- und -mann so nah am Kunden zu sein wie nur möglich, entscheidet alles.

Wie sagt es EMV-Händler Veit Fahnenbruck von Fahnenbruck in Voerde: „Motivation, Motivation, Motivation.“ Den Satelliten in Bocholt hat Fahnenbruck 2024 zugemacht. Konzentration auf ein Haus, Konzentration auf die Kunden. Und das geht wie? Fahnenbruck: „Ich spreche jeden Tag den ganzen Tag mit meinen Kollegen.“ 100 sind es. Da muss man viel quasseln können. Fahnenbruck ist ein kommunikativer Mensch. Die Wohnwelt Fahnenbruck steuert auf ein ausgeglichenes Ergebnis zu. „Es ist kein schlechtes Jahr, wir sind zufrieden. Aber wir müssen verdammt viel dafür tun“, sagt Fahnenbruck.

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