„Pudels Kern“: Dr. Reinhard Zinkann
Der Druck ist überall groß, auch bei Miele, einst die Made-in-Germany-Institution schlechthin im Land. Generationen von Studiendirektorinnen und -Direktoren konnten ohne Miele nicht entspannt waschen oder kochen.
19 Werke, 11.000 Mitarbeiter in Deutschland, fast 23.000 weltweit, rund 5,1 Mrd Euro Umsatz, Unternehmer-Legende, Miele-Chef: Für das große Unternehmergespräch mit Dr. Reinhard Zinkann reiste WiWo-Chefredakteur Horst von Buttlar dann selbst an – und konnte der Miele-Ikone nur wenige schmale Sätze zum aktuellen Geschäftsverlauf der Gütersloher entlocken.
Dafür ging es viel um Grundsätzliches, über den Standort Deutschland, die Politik, den Westfälischen Friedenspreis für die Nato, Mieles Outdoor-Offensive, Standortverlagerungen nach Polen und die Frage: „Wenn die Welt noch Miele schätzt – schätzen die Deutschen noch Miele?“ Zinkann dazu: „Und da sind wir bei des Pudels Kern. Was ist das Problem? Dass die Wahrnehmung der Deutschen in der Rezession ist. Die Durchschnittserlöse für viele Hersteller gehen nach unten. Denn alle suchen ihr Heil im Preis, man sieht ja nur noch Rabattaktionen. Und leider entscheiden sich viele für das günstige Produkt. Wir spüren, dass