Seit 1992 hat der Möbeldesigner Christian Werner mit namhaften europäischen Herstellern wie Ligne Roset, De Sede, Duravit, Thonet und Leolux zusammengearbeitet und eine eigene klare und zeitlose Designhandschrift entwickelt. Doch wie sieht ein Designer die immer präsenter werdende Rolle der Künstlichen Intelligenz in der kreativen Branche? Kann eine Maschine menschliche Kreativität wirklich erfassen und replizieren? Im INSIDE-Gespräch teilt Werner seine Einsichten, Bedenken und Hoffnungen für die Zukunft des Designs in einer immer digitaler werdenden Welt.
INSIDE: Herr Werner, brauchen wir in Zukunft eigentlich noch Designer, wenn die Künstliche Intelligenz kreative Aufgaben übernehmen kann?
Christian Werner: Ich fange mal anders an: Vor ein paar Wochen war ich in Berlin und habe einen alten Freund getroffen, der, eigentlich Künstler, seit Jahrzehnten Storyboards für Filmproduktionen zeichnet, hauptsächlich für Werbefilmproduktionen. Nun hat er mir Beispiele gezeigt, wie eine Künstliche Intelligenz selbstständig Storyboards zeichnet. Klar, dabei hat er sich ein wenig abfällig zu den Ergebnissen geäußert. Immerhin ist er ja schon 60 und braucht sich im Grunde keine Sorgen mehr zu machen. Aber trotzdem macht er sich welche, wenn er an die nachkommenden Generationen denkt. Für ihn, so sagt er das, sei das erst der Anfang. Und so kann ich auch den Bogen zu mir schlagen. Bislang spielt die Künstliche Intelligenz im Möbeldesign noch überhaupt keine Rolle. Aber man muss sich natürlich fragen: Wie lange noch?
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