Eine hochemotionale Messe musste Team MCA über die Bühne bringen. In wenigen Wochen ist aus einem der Großtrader der Branche ein harter Sanierungsfall geworden. Der Einschnitt bei der MCA Furniture GmbH ist nun nicht nur ein Einschnitt, sondern das Ende.
Kurz vor der Messe meldete Marco Tölle als MCA-Geschäftsführer an die Kunden, dass das Kommissionsgeschäft aus Asien eingestellt wird – und zwar
{show usergroups="Registered-Abonnent-Webnews, registered"} jetzt. Zum 1. April wird MCA Furniture keine regulären Aufträge mehr annehmen. Von den einst 80 Mitarbeitern in der MCA-Gruppe in Schieder-Schwalenberg werden wohl viele gehen müssen. Eine Transfergesellschaft soll installiert werden. Man bemühe sich mit aller Kraft, so Tölle, dass alle Kollegen, die betroffen seien, weitergebildet und -vermittelt werden. Tölle: „Es tut uns verdammt weh.“
Die restlichen Lagerbestände von MCA Furniture werden nun abverkauft.
Weiterlaufen wird ohne große Veränderungen das Container-Geschäft mit MCA Asia, abgewickelt über ECI. Kai Haase, Finn Heitmann und Kollegen bleiben am Start. Dort werden Produkte teilweise neu mitaufgenommen aus dem MCA-Furniture-Segment, vor allem aber neue Logistikkonzepte eingezogen, die Prozesse flexibilisiert. Kunden haben in Zukunft auch die Möglichkeit, kleinere Volumina in zerschlagenen Containern zu bestellen. Für das Kommissionsgeschäft ist in Schieder aber keine Kohle mehr da.
Weitergehen wird auch das neue Sofa- und Loungemöbelgeschäft von ABP – A Better Place. Geschäftsführer dort bleiben Tölle und Michael Selter.
Unverändert weiter geliefert wird das Kastenmöbel-Sortiment aus Polen, das bereits in den letzten Wochen von MCA Furniture zu MCA direct verlagert worden ist. Hier geht das Geschäft auch klassisch und kommissionsweise weiter. Das Feedback aus dem Handel zur Lösung in Schieder war, so wie man auf den Partneragen hören könnte, durchweg positiv. MCA hat weiter viel Unterstützung.