Spezial Neue Ideen
Neuvermöbelt/Forbo: Millionen mit Linoleum
Millionen mit Linoleum
Das Comeback von Linoleum bei Möbeln und Küchen hat viele Facetten. Von großen internationalen Marken bis zum Kleinbetrieb reichen inzwischen die Anwender. Klein, aber fein macht es Neuvermöbelt aus Wien. Das Material hat die Firma in sieben Jahren verwandelt – vom Ikea-Hacker zum Anbieter individuell planbarer Küchen und Entwickler von zirkulären Möbeln.

Wenn es einen endkundengetriebenen Renner in der Küchenindustrie der letzten Jahre gibt, der offenbar richtig nachhaltig einschlägt, dann ist das Linoleum. Vorreiter bei Möbel-Linoleum in Deutschland ist Faust Linoleum aus Huglfing, die dort seit 2000 und schon zuvor in Berlin mit dem Material gearbeitet haben. Küchenfronten werden zwar nicht gefertigt, aber jede Menge Tische sowie einige Sitzmöbel (INSIDE Spezial Küchen 8). Das charmante und vor allem umweltfreundliche Material ist seit Anfang der 2020er als Material für Fronten bei so unterschiedlichen Marken, Namen und Herstellern wie Häcker, Bulthaup, Sachsenküchen, Walden oder Next125 zu finden.
Schnell befeuert hatten den Trend auch die verschiedenen Ikea-Hacker, die Linoleum-Fronten ins Programm genommen hatten, beispielsweise Reform Furniture. Auch im Schreinerhandwerk werden Küchen mit Linoleum vermarktet. Die Liste der Unternehmen, die Linoleum in Möbeln und Küchen anbieten, ist bunt und reicht vom international begehrten Brand bis zum Kleinstbetrieb.
Klimapositiv, nicht bloß klimaneutral
Leinöl, Harze, Korkmehl und Jutegewebe: Aus diesen Grundzutaten wird seit 1860 das Linoleum produziert, das auch bei Office- und Wohnraum-Möbeln inzwischen eine Rolle spielt und dort unter anderem von Artek, USM, Vitra, Hay, Steelcase, Kettnaker, Sedus und Unifor genutzt wird. Auch andere Gewerke stehen auf Oleum Lini (lateinisch für Leinöl). Industriell gefertigte Linoleum-Türen bietet inzwischen Arbonia an (INSIDE Spezial Neue Ideen 6). Vorteil: In großen Projekten