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Ideen für die Kantstraße

Living Berlin statt Stilwerk Berlin

28.04.2021 | 10:05

Ende April, also am Samstag, läuft der Vertrag der CBRE Global Investors Germany GmbH mit Stilwerk-Macher Alexander Garbe aus. Im vergangenen Dezember hatte CBRE, der Besitzer der Berliner Immobilie, in der das Stilwerk Berlin so viele Jahre sehr erfolgreich unterwegs war, vermeldet, dass man die Lizenzvereinbarung nicht verlängern werde. Einen neuen Partner wolle man suchen, hieß es damals. Die Stilwerk-Idee (es gibt jetzt in Deutschland nur noch Stilwerke in Hamburg und Düsseldorf) gerät seitdem weiter unter Druck.

 

Nun, Ende April, wurden die Berliner Stilwerk-Mieter ins Bild gesetzt, wie es weitergehen soll. Die CBRE-Macher präsentierten keinen neuen Partner, sondern eine Werbeagentur, die nun ein Konzept ausgearbeitet hat. Ad Mission heißt die Agentur, kommt aus Ober-Ramstadt und fühlt sich in den Augen des einen oder anderen Stilwerk-Mieters eine Schippe zu cool für die Ideenwelt der Händler in diesem traditions- und stilsicheren Haus. Das Haus an sich hat sein Publikum, es läuft richtig gut. Im vergangenen Jahr, so hört man, haben die Händler hier im Schnitt rund 30 Prozent Plus gemacht, nach guten Vorjahren. Auch im Dauer-Lockdown mit Terminshopping geht es ordentlich weiter.

 

Eine recht lässige Video-Session fand dann gestern Abend statt. Jeder Händler hatte davor ein kleines Päckchen bekommen. Darin war auch schon der neue Name verpackt (siehe Foto). Ein Schauspieler saß dann auf einem Stuhl und philosophierte über den Namensgeber der Kantstraße. „Hätten sie den Namen vielleicht auch nehmen können“, sagt ein Händler aus dem Stilwerk. Denn eine andere Agentur hatte im Zuge der Namensfindung eigentlich recht treffend in kleiner Runde mal vorgeschlagen: Das Kant – Design Center Berlin. Ein entsprechendes Konzept wurde ausgearbeitet. Jetzt wird das Stilwerk umbenannt in: Living Berlin.

 

Hm, sagt ein anderer Händler und fragt sich, ob das der ganz große Wurf sei. Die Namensgebung will man im Haus aber eigentlich auch nicht so hoch hängen, denn am Ende zählt, wer im Stilwerk – oder eben jetzt dann im Living Berlin – steht. Und alle Händler, darunter viele bekannte Berliner Händler-Namen, wollen weiter an Bord bleiben. Rund 40 Händler sind es. Sie führen die Top-Marken im Einrichtungsmarkt. Nun wird jedenfalls groß umgebaut. Der ganze Eingangsbereich wird abgerissen und für viel Geld neu gemacht, heller, offener. Eine neue Fassade wird`s auch geben – im Living Berlin. Ein halbes Jahr ist für die Übergangsphase noch rausgehandelt worden. Dann muss der Name Stilwerk verschwunden sein in der Kantstraße. 

 

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