„Ich habe jetzt erst einmal die Mailänder Möbelmesse Salone del Mobile in Sicherheit gebracht und von April auf September verschoben. Wir brauchen wieder eine echte, analoge Möbelmesse in Mailand. Keine digitale wie beim letzten Mal, 2020. Ich hatte anfangs fest daran geglaubt, dass das Verschieben etwas bringt und wir im September wieder eine normale Messe veranstalten können. Aber jetzt ist ja sogar schon von einer dritten Corona-Welle die Rede.“ Das sagte Claudio Luti Anfang des Jahres der Süddeutschen Zeitung. Ein großes Interview war das mit dem Kartell-Chef.
Das mit dem September-Termin in Mailand erschien Luti, 74, offenkundig auch im Januar schon nicht so ganz sicher. Ob Lutis Rücktritt als Präsident des Salone del Mobile in Milano irgendetwas mit der schwierigen Lage des Salone im zweiten Corona-Jahr zu tun hat? Unklar. Klar ist: Luti hat den Posten abgegeben.
Weiter meldet der Veranstalter Federlegno Arredo Eventi S.P.A.: „Über die Organisation des Salone del Mobile.Milano 2021 sind noch keine finalen Entscheidungen getroffen worden. Der Verwaltungsrat des Unternehmens wird sich in den nächsten Tagen treffen, um alle zukünftigen Pläne zu besprechen.“ Man kann aus diesem Statement schon einiges herauslesen.