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Milliarden-Deal

Herman Miller und Knoll International fusionieren

20.04.2021 | 17:05

Die beiden börsennotierten US-Hersteller Herman Miller, 1905 gegründeter Büromöbelhersteller, und die 1938 gegründete Marke Knoll (vormals Knoll International, Hans Knoll) werden fusionieren. Große und relevante globale Office-Marken und Wohnmöbel-Brands wie Hay oder Muuto kommen jetzt unter ein Konzern-Dach. Ein Mega-Merger: Ende des dritten Quartals soll die 1,8-Mrd-US-Dollar-Transaktion abgeschlossen sein, ein Gigant mit 3,6 Mrd Dollar Umsatzstärke wird entstehen. Geführt wird der Konzern, zu dem dann 19 Marken gehören – die bislang oft genug im direkten Wettbewerb zueinander standen – von Andi Owen, die bislang auch CEO von Hermann Miller war. Knolls bisheriger CEO und Chairman Andrew Cogan wird gehen.

 

Was sind die Pläne, die Owen verfolgt? In einer Telefonkonferenz sagte sie, dass der Deal „die Zukunft unserer Branche als Ganzes gestalten“ werde. Mit der Fusion solle das langfristige Wachstum vorangetrieben werden. „Herman Miller produziert den weltweit meistverkauften Bürostuhl. Knoll stellt den bekanntesten Tisch der Welt her“, lässt sich Owen zitieren. Sie sieht in den sich verändernden Wohn- und Arbeitswelten Potenziale, das „New Work“ zuhause als Chance. Herman Miller wurde mit Möbeln von Eames groß (Mitte der 1950er gingen diese Rechte für den europäischen Markt an Vitra). 

 

Knoll hat zahlreiche Designklassiker aufgelegt, ob den Tulip von Eero Saarinnen oder Marcel Breuers Wassilly-Stuhl. Nach der Fusion werden die bisherigen Herman-Miller-Eigner 78 Prozent des Unternehmens besitzen, die bisherigen Knoll-Aktionäre 22 Prozent.

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