In den Lockdown-Monaten Januar und Februar hat sich der Umsatz der deutschen Möbelbauer um 10,4 Prozent reduziert. Im Inland um 8,8 Prozent, im Export um 14 Prozent. In diesen schlimmen Zahlen des Statistischen Bundesamtes finden sich aber nicht alle Segmente wieder.
So ist zum Beispiel der Polstermöbelumsatz (da wird bekanntlich in der amtlichen Statistik nur die Produktion in Deutschland einbezogen) in den ersten beiden Monaten nur um 1,6 Prozent gesunken. Der Inlandsumsatz ging um 0,8 Prozent und der im Export um 3,4 Prozent zurück. Erträglich in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Läden in den beiden Monaten geschlossen waren. Diese Zahlen dürfen aber natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Zeit größtenteils die Auftragsbestände aus dem letzten Jahr abgearbeitet wurden. In den darauffolgenden Monaten dürfte es umsatzmäßig schlimmer aussehen.
Richtig gut fiel im Januar (+1 Prozent) und Februar (+8,9 Prozent) die Umsatzentwicklung noch im Küchenbereich aus: 5 Prozent mehr Umsatz als in den beiden Vorjahresmonaten konnten die Küchenbauer kumuliert über die ersten beiden Monate des Jahres einfahren.
Bei den Herstellern „Sonstiger Möbel“, also hauptsächlich von Kastenmöbeln, hat der Lockdown dagegen voll reingedrückt. Die ersten beiden Monate brachten einen Umsatzeinbruch von 22,3 Prozent. Im Export fiel das Minus mit -35,1 Prozent noch stärker aus als im Inland (-16,2 Prozent).