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Neues aus dem Einzelhandel

Die Corona-Regeln von Frankreich bis Bayern

01.04.2021 | 14:41

In Belgien hat gestern ein Gericht die bislang geltenden Corona-Maßnahmen kassiert, weil die Rechtsgrundlage nicht vorhanden sei. Nach übereinstimmenden Meldungen verschiedener Medien hat die belgische Regierung nun 30 Tage Zeit, die Maßnahmen zu beenden - was wohl kaum passieren wird – oder ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren unter Einbeziehung des Parlaments einzuleiten. Unterdessen hat Frankreich ab dem 3.4. einen neuerlichen landesweiten Lockdown für die kommenden vier Wochen verhängt, weil das Gesundheitswesen an seine Grenzen stößt. Zuletzt waren die Regeln bereits in einigen Regionen wieder verschärft worden. Heißt: Nicht lebenswichtige Geschäfte müssen wieder landesweit schließen.

 

Neues gibt es auch aus Bayern: Hier wurden Schuhgeschäfte vom Verwaltungsgerichtshof zu den „für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften“ erklärt und dürfen somit inzidenzunabhängig öffnen.

 

Dass der Lockdown den Geschäften, die eben nicht „für die tägliche Versorgung unverzichtbar“ sind, ziemlich zusetzt, ist auch an der letzten Umsatzmeldung des Statistischen Bundesamtes abzulesen. Die vorläufigen Zahlen für den Einzelhandelsumsatz im Februar weisen einen Umsatzrückgang von 9 Prozent zum Vorjahr aus. Bei Lebensmitteln lag das Minus real bei 0,9 Prozent, im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln fiel das Minus mit 7 Prozent noch stärker aus. Der Non-Food-Handel insgesamt musste im Februar ein Minus von 13,8 Prozent verbuchen. Dabei litt vor allem der Bekleidungs- und Schuhhandel mit einem Rückgang von 73,7 sowie Kauf- und Warenhäuser mit -42,1 Prozent. Der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf musste Einbußen von 34,1 Prozent hinnehmen, wobei man bedenken muss, dass Baumärkte für gewerbliche Kunden die ganze Zeit geöffnet hatten und in einigen Ländern Ende Februar generell wieder ans Netz gingen. Im Möbelhandel dürfte das Minus also noch höher ausgefallen sein. Ein dickes Plus von 34,1 Prozent erwirtschaftete im Februar der Versandhandel. Die kumulierten zahlen für Januar und Februar fallen ähnlich aus.

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