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Beibehaltung der Öffnungsstrategie

VDM und BVDM appellieren erneut gemeinsam an die Politik

22.03.2021 | 12:19

Vor den für heute Nachmittag angesetzten Bund-Länder-Gesprächen haben natürlich auch die Branchenverbände VDM und BVDM wieder an die Chefs der Staatskanzleien der Länder geschrieben.

 

Nach zehn Wochen Handelsschließungen, massiver Kurzarbeit und Produktionseinschränkungen würde die seit dem 8.3. laufende teilweise Öffnung des Handels, eine erste Stabilisierung innerhalb der Möbelbranche mit sich bringen. Das dürfe bei steigendem Infektionsgeschehen nicht gleich wieder gestoppt werden. „Ein wiederholter Wechsel zwischen Öffnung  und Schließung der Handelsflächen verursacht enorme Anpassungen und Kosten in der gesamten Produktions- und Logistikkette“, heißt es in dem Schreiben. Weitere Argumente der beiden Branchenverbände: Der Möbelhandel mit seinen großflächigen Häusern verfügt über ausreichend Abstandsflächen und kann mit erprobten Hygienekonzepten einen besonders kontaktarmen Einkauf garantieren, die aktuellen Regelungen zu Einzelberatungsterminen (Click & Meet) samt einer Abstandsfläche von 40 Quadratmetern pro Kunde müssen auch bei höherem Infektionsgeschehen beibehalten werden, um dringende Ersatzbeschaffungen – etwa im Falle von Umzügen – zu ermöglichen, und: Daten des RKI belegen, dass sowohl das individuelle Infektionsrisiko als auch der Anteil am gesamten Infektionsgeschehen im Einzelhandel niedrig sind.

 

An dieser Stelle ein Hinweis der INSIDE-Redaktion auf die Mobilitätsstudie einer Arbeitsgruppe aus Berlin: https://docs.dpaq.de/17481-nagel2021-03-19_modus-covid_bericht.pdf

Darin steht wörtlich: „Unsere Simulationen ergeben konsistent, dass es effektiver ist, alle Bereiche zu beteiligen, als in einem einzelnen Bereich weitere Schutzmaßnahmen hinzuzufügen. Zum Beispiel hat nach der Einführung der Maskenpflicht im Einzelhandel die vollständige Schließung nicht-essenzieller Geschäfte kaum zusätzliche Wirkung.“

 

VDM und BVDM fordern, dass neben dem Inzidenzwert weitere Faktoren, wie etwa der Ort des Infektionsgeschehens, die betroffene Altersgruppe, die Testfrequenz oder die Beanspruchung des medizinischen Versorgungssystems für die Restriktionen berücksichtigt werden.  

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