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Ultimatum verstrichen

Kurt Krieger im Dresdner Bauausschuss

11.03.2021 | 16:27

Am Mittwoch tagte Dresdens Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung. Thema: Kurt Kriegers Pläne zu Erwerb und Um- beziehungsweise Neubau des Einkaufszentrums Dresden-Nickern. Wie berichtet, hatte Krieger den Stadträten ein Ultimatum gestellt. Er wollte wissen, ob seine Pläne so umgesetzt werden können, wie gewünscht. Dazu hätte es einer Probeabstimmung bedurft, da in Dresden sowieso erst in der zweiten Sitzung entschieden worden wäre. Dazu ist es nicht mehr gekommen. Um etwa 22.45 Uhr wurde die Sitzung beendet, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Im Ausschuss war Krieger ebenso Gast wie Dresdens Citymanagerin Friederike Wachtel, die einige Bedenken hat. „Das Projekt liegt ihm sehr am Herzen“, heißt es aus Stadtratskreisen. Allerdings könne man Krieger „keinen Freifahrtschein geben“.

 

Sowohl die städtischen Abgeordneten wie die Verwaltung stehen unter erhöhtem Druck des Handels aus der Stadt. Wie zu hören ist, sollen besonders einige der bislang bekanntgewordenen geplanten Mieter des neuen Centers in Nickern für Unmut sorgen. Diese kommen aus dem Bereich Mode- und Textileinzelhandel. Krieger hatte seine Fristsetzung für seine Entscheidung mit einer bis 21.3. laufenden Kaufoption begründet. Verkäufer des Zentrums ist die Redos-Gruppe aus Hamburg. Kaufoptionen lassen sich auch verlängern.

 

Während einige Beobachter davon ausgehen, dass sich Kurt Krieger spätestens nach dem kommenden Wochenende nochmal in der Sache äußert, setzen andere mit dem Verfahren Vertraute auf das neue Verträglichkeitsgutachten. Das, so hat es die Stadtverwaltung signalisiert, solle bis etwa Ende Mai vorliegen.

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