Vom Einbruch im Discount-Geschäft hört man ja seit Monaten. Konkrete Zahlen dagegen sieht man selten. Vorlegen muss sie, das ist seiner Börsennotierung geschuldet, der polnische Kastenmöbelbauer Forte. Nach vorläufigen Angaben musste Forte im dritten Quartal Umsatzeinbußen von 26 Prozent auf 251 (Vorjahr: 340) Mio Zloty hinnehmen, davon entfielen 42 (50) Mio Zloty auf Umsätze mit externen Spanplattenabnehmern. Das EBIT ist voraussichtlich mit -1 (+41) Mio Zloty in den negativen Bereich gerutscht.
Die Absatzmenge schrumpfte im dritten Quartal sogar um 40 Prozent.
Auch im Neunmonatszeitraum musste Forte Federn lassen: Das EBIT schrumpfte auf 54 (127) Mio Zloty, das EBITDA auf 95 (168) Mio Zloty. Die Gründe: gestiegene Kosten und der Nachfrageabschwung, speziell auf dem deutschen Markt.
Zu allem Überfluss sorgten Wechselkursveränderungen noch dafür, dass Forte die mit den finanzierenden Banken vereinbarten Covenants nicht erfüllen konnte. Genannt wird die Debt/EBITDA-Ratio. Man setze sich dafür ein, dass Banken in diesem Punkt die Regeln anpassen. Passiert ist das allerdings noch nicht.