Die Uhr läuft gegen CEO Nicola Thompson und ihr Team: Am heutigen Dienstag gab Made.com bekannt, dass die Investorengespräche abgebrochen wurden. Der britische Onliner hatte öffentlich nach einem Käufer gesucht und muss bis November einen Investor und eine Finanzierung von mindestens 45 Mio Euro stemmen, um weitermachen zu können. Bis Mitte Oktober hatten sich verschiedene Interessenten gemeldet. Jetzt heißt es allerdings: „Nach weiteren Gesprächen haben diese Parteien dem Unternehmen nun alle bestätigt, dass sie den erforderlichen Zeitplan nicht einhalten können. Infolgedessen wurden diese Gespräche beendet und das Unternehmen erhält keine Finanzierungsvorschläge oder möglichen Angebote mehr für das ausgegebene und auszugebende Aktienkapital des Unternehmens.“ Zwar läuft der „Formal Sales Process“ immer noch, aber, so Made.com weiter, weder könne gesagt werden, dass ein Angebot gemacht werde, noch unter welchen Bedingungen dieses erfolgen würde.
Weitere Ankündigungen werde man zu gegebener Zeit machen, heißt es zurückhaltend. Wenn keine weitere Finanzierung oder kein konkretes Angebot eingingen, bevor die Made.com-Barreserven vollständig aufgebraucht seien, „wird der Vorstand die geeigneten Schritte unternehmen, um den Wert für die Gläubiger zu erhalten.“ In Anbetracht der Lage könne man auch über ein De-Listing der Aktie von der Londoner Börse entscheiden. Auch hier heißt es, eine weitere Ankündigung erfolge zu gegebener Zeit.