Die Eröffnungsreden in Berlin, auf der Ebay-Veranstaltung mit dem schönen Namen Ebay Open, haben Ebay-Deutschland-Geschäftsführer Oliver Klinck und Marketingchefin Linda Scheers gehalten. Sie hatten in den aktuellen Zeiten nicht viele gute Nachrichten dabei, aber berichteten von „einer explodierenden Nachfrage“: für DIY-Produkte und für Artikel, die Energie sparen und das Thema Nachhaltigkeit bedienen. Das Thema Möbel bekam schon nach nur zwei Minuten einen Dämpfer. Klinck: „Hochpreisige Möbel laufen schlecht.“
Die Stimmung im Onlinehandel ist angespannt. Auch in Berlin bei Ebay war die Unsicherheit der Händler durch alle Produktgruppen zu spüren. Der Umsatz ist fast überall weggebrochen. Ein Händler für Wohnaccessoires aus Ostdeutschland berichtete über Wochenenden „an denen ich keinen einzigen Artikel im Netz verkauft habe“. Nicht nur ihm geht es so. Die wirtschaftliche Gesamtlage ist wie sie ist. Auch Marketingchefin Scheers ging auf die schwierige Situation ein. Man sehe sich aber trotz gesunkener Kaufkraft als Marktplatz gut aufgestellt. „Wir wollen keinen Bounce back, sondern einen Bounce forward“, so Scheers auf der Bühne in typisch Berliner Tech-Hipster-Sprache.
Der stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, Stephan Tromp, zum INSIDE in Berlin: „Wir gehen davon aus, dass es das eine oder andere mittelständische Unternehmen schon sehr bald sehr schwer haben wird. Das ist eine extreme Situation, in der wir uns befinden.“ Das HDE-Konsumbarometer ist auf einem Allzeittief angekommen. Tromp: „Selbst Personen, die über das nötige Kleingeld verfügen, halten sich mit Kaufentscheidungen grade zurück.“
Die Ebay-Möbel-Abteilung will aber trotz Krise weiter angreifen und Marktanteile gewinnen. Kommende Woche stellt Ebay mit einem eigenen Stand auf der M.O.W. aus.