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Beschaffung in Brasilien

Inter Link trommelt für die Kiefer

03.08.2022 | 12:42

„Brasilien ist das weltweit holzreichste Land mit Kiefernholz. Dort sind wir seit 1988 im Markt“, sagt Martin Link, Inhaber und Geschäftsführer von Inter Link mit Sitz in Seitz im Elsass. Von den deutschen Unternehmern, die vor Ort in Brasilien aktiv sind, sei er derjenige, der die längste durchgehende Präsenz vor Ort hat. Der Dienstälteste, sozusagen. Eine Verdreifachung der Preise für Spanplatten, der ebenfalls in die Höhe geschossene Preis für hiesiges Rohholz: Inzwischen lohnt es sich aus Links Sicht nochmal mehr, so sagt er das, Hölzer aus Brasilien auch verstärkt im europäischen Markt zu nutzen.

 

Die brasilianische Kiefer ist, etwa im Vergleich zur Eiche, eine sehr schnell wachsende Holzart. Link: „Von den bestehenden Kiefernwäldern, aus denen unser Holz stammt, werden 20 Prozent der Bäume nicht gefällt. Durch jährliche Aufforstung ist ein Überschuß an Rohmaterial immer gewährleistet. Sie wachsen in Ruhe und binden weiter CO2. Das Rohholz, unsere Fabrik und Produkte sind zudem FSC-zertifiziert. Der End-Consumer wird darüber zu wenig informiert. Plakative Werbung wäre sehr vorteilhaft in der heutigen Zeit, wo jeder End-Consumer über den Klimaschutz sensibilisiert wird.“ Das südamerikanische Land, in dem im Herbst gewählt, sieht er als verlässlichen Partner.

 

Etwa 110 Mitarbeiter sind bei Inter Link in São Bento do Sul beschäftigt. Die Kapazität der Fabrik sei auch erweiterbar, sagt Link. Schließlich verbraucht Deutschland auch recht viel Holz. Link verweist da auf eine aktuelle Studie des WWF, die für Deutschland einen doppelt so hohen Pro-Kopf-Verbrauch ausweist, wie im internationalen Durchschnitt. In der WMF-Studie steht: Die Nachfrage in Deutschland ließe sich mit der hiesigen Waldfläche nicht einmal bei nur reiner Mengenbetrachtung – also ohne die Einhaltung von ökologischen Nachhaltigkeitskriterien – decken.“ 

 

Im Vergleich zu anderen Importländern sieht Link große Chancen – und auch im Hinblick auf die Ware Massivholz. „Wegen der Preisexplosion bei Spanplatten wird Naturware (Pinus Teada) nun auch preislich sehr interessant“, sagt Link. Im September steht Inter Link wieder auf der M.O.W., auf dem früheren Pelipal-Stand.

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