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Aus in Neu-Anspach

Schlapp Möbel muss aufgeben

01.08.2022 | 15:46

Die letzten 23 Mitarbeiter sind seit diesen Montag freigestellt  es hat nicht mehr gereicht: Die klare Linie GmbH (unter dem Namen Schlapp Möbel im Markt unterwegs) aus Neu-Anspach muss schließen. Der Hersteller, der vor allem Möbel für Jugendherbergen und Bibliotheken gefertigt hat, musste im Mai ins Insolvenzverfahren – im 100. Jahr des Bestehens. 

 

Die Mitarbeiter hatten noch in einem persönlichen Video um neue Investoren geworben (INSIDE 1141). Doch: „Sämtliche Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Betriebes im Ganzen oder in Teilen signalisiert hatten, haben sich aus den Gesprächen zurückgezogen“, muss der zum Insolvenzverwalter bestellte Frankfurter Rechtsanwalt Frank Schmitt von den Restrukturierungsexperten Schultze & Braun mitteilen. „Gründe hierfür waren unter anderem die allgemein unsichere wirtschaftliche Lage, ein hoher Investitionsbedarf bei Schlapp Möbel sowie ungünstige Geschäftsaussichten.“ Der Verwalter weiter: „Diese Entscheidung fällt alles andere als leicht, auch auch wenn von Beginn an klar war, dass es ohne einen Investor nicht gehen wird. Nachdem sich – auch aufgrund des Mitarbeitervideos – weitere Interessenten gemeldet haben, haben wir bis zuletzt gehofft, das Unternehmen erhalten zu können. Nach dem Rückzug der letzten Interessenten haben wir aber keine andere Wahl und müssen auch aus Rücksicht auf die Gläubiger das Kapitel Schlapp Möbel.“

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